Flemming Meyer des SSW im Portraitbild. Pressemitteilung 08.04.2015, 14:30

Ein Tag zum Nachdenken - und zur Anerkennung der Sinti und Roma

Anlässlich des Internationalen Tags der Sinti und Roma erklärt der SSW-Landesvorsitzende und minderheitenpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer.

„Sage mir, wie du deine Minderheiten behandelst, und ich sage dir, wer du bist“. Dieser Satz des ehemaligen Folketing-Präsidenten Ivar Hansen hat leider nicht an Aktualität verloren. 

Insbesondere dann nicht, wenn es um die Sinti und Roma in Europa geht.  Seit Jahrhunderten sind sie in Europa ansässig und werden doch vielerorts immer noch diskriminiert, verfolgt und ausgestoßen. 

Auch in Deutschland ist Antiziganismus leider immer noch ein Problem, zuletzt auf die Spitze gebracht von der NPD in Form eines diskriminierenden Wahlplakats („Geld für die Oma statt Sinti und Roma“). Rechtliche Konsequenzen? Fehlanzeige! 

Aber es gibt auch Fortschritte. In Deutschland sind die Sinti und Roma Teil des Minderheitenrates – einem weltweit einzigartigen Gremium, das sich für Schutz und Förderung sowie die Interessenvertretung der vier autochtonen Minderheiten in Deutschland gegenüber Bundesregierung und Bundestag einsetzt. 

In Schleswig-Holstein haben wir als rot-grün-blaue Küstenkoalition dafür gesorgt, dass auch der Schutz und die Förderung der Sinti und Roma im Artikel 5 der Landesverfassung verankert wird. Wir haben die Zuwendungen des Landes an den Landesverband der Sinti und Roma um 300.000 Euro angehoben, um die Sozial- und Bildungsberatung der Sinti und Roma zu stärken. 

Ich hoffe, dass der heutige Tag ein Stück dazu beitragen kann, dass die Menschen in Europa ihre Vorurteile ablegen gegenüber den Sinti und Roma und dass sich auch die Politik auf EU-Ebene noch stärker für den Schutz und die Förderung dieser Minderheit einsetzt. 

Pressekontakt

Für Fragen steht Ihnen der gemeinsame Pressesprecher des Landesverbands und der Landtagsfraktion zur Verfügung.

SSW-Pressesprecher Per Dittrich

Der Pressekontakt des SSW Per Dittrich im Portrait.
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