Pressemitteilung · 18.06.2018 Förderprogramm ist ein voller Erfolg

Als der Bund im Jahr 2014 die ersten Balkan-Staaten zu sicheren Herkunftsländern bestimmte, machte sich der SSW innerhalb der Küstenkoalition für ein Landesprogramm zur Bekämpfung von Fluchtursachen stark. Durch Maßnahmen sollten insbesondere die Lebensbedingungen ansässiger und rückkehrender Roma verbessert werden.

Wie eine kleine Anfrage (Drs. 19/769) von Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Landtag, jetzt ergab, hat sich das mit jährlich 100.000 Euro ausgestattete Landesprogramm als voller Erfolg erwiesen. 

In zahlreichen Workshops und Studienreisen nahm insbesondere die erfolgreiche Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein immer Vorbildcharakter ein. So wurde in Bijeljina (Bosnien und Herzegowina) 2017 das Amt eines Minderheitenbeauftragten nach schleswig-holstenischem Vorbild eingeführt. Auch in Banja Luka (Bosnien und Herzegowina) besteht Interesse, ein solches Büro beim Bürgermeister einzurichten. 

Für Harms ein riesen Erfolg: „Das Amt des Minderheitenbeauftragten hat sich in Schleswig-Holstein mehr als bewährt“, so der SSW-Landtagschef. 

Im Kosovo wurden in zwei Kommunen Aktionspläne zur Reintegration von Rückkehrern erarbeitet, u.a. durch spezielle Schulungen für Behördenmitarbeiter.  

Dass so viele der Projekte im Rahmen des auch durch den Bund geförderten Programms zu konkreten Maßnahmen geführt hätten, machte Harms vor allem an der Auswahl der Zusammenarbeitspartner fest, die neben der federführenden Staatskanzlei insbesondere Minderheitenexperten der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) und des European Centre for Minority Issues umfassten. Zudem wurden zahlreiche Roma-Organisationen, kommunale Sozialzentren und Bildungsbehörden in die Arbeit eingebunden.  

„Uns war es wichtig, dass bereits vorhandene Expertise genutzt wird, statt Geld in neue Doppelstrukturen zu versenken. Denn FUEN und ECMI sind exzellent auf ihrem Gebiet“, so Harms. 

„Wir können feststellen, dass auch im dritten Jahr des Förderprogramms in Kommunen aller teilnehmenden Balkanstaaten unvermindertes Interesse besteht. Deshalb begrüße ich sehr, dass die Landesregierung auch in diesem Jahr 100.000 Euro zur Fortsetzung des Programms in den Haushalt eingestellt hat“, so der Vorsitzende des SSW im Landtag.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 24.04.2026 Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg: Landesregierung ist nicht an Lösungen interessiert

Wie will das Land nach dem Wegfall des Angebots von klinischen Schwangerschaftsabbrüchen in Flensburg die ausreichende Versorgung von Frauen sicherstellen? Zu diesem Thema hat die SSW-Fraktion zwei kleine Anfragen an die Landesregierung gestellt. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher und Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Jette Waldinger-Thiering · 24.04.2026 SSW, SPD und FDP: Schulpflicht für alle Kinder in Schleswig-Holstein sichern

Kinder und Jugendliche, die in Schleswig-Holstein leben, müssen denselben Zugang zu Bildung haben - unabhängig davon, wo ihr melderechtlicher Hauptwohnsitz liegt. Deshalb bringen die Fraktionen von SSW, SPD und FDP gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Änderung des Schulgesetzes ein.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 23.04.2026 Küstenschutz darf nicht an klammen Kassen und Zuständigkeiten scheitern

Trotz steigender Wasserstände und Jahrhundertsturmflut: Wie der Küstenschutz entlang der Schlei künftig gesichert werden soll, bleibt weitgehend offen. Das ergab eine Kleine Anfrage des SSW zur Gefährdungslage, zu Zuständigkeiten und zu geplanten Schutzmaßnahmen in der Region. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen