Pressemitteilung · 07.01.2004 Vogelschutz auf Eiderstedt: Zielen, statt mit Schrot zu ballern

Anlässlich der heutigen Umweltausschusssitzung des Landtages hat der nordfrie­sische SSW-Abgeordnete Lars Harms die geplante Ausweisungen von Vogel­schutz­gebieten kritisiert. Der Umweltminister schieße mit seinen Vorschlägen für Eider­stedt weit über das Ziel hinaus:

„Die EU hat für die Benennung von Vogelschutzgebieten klar vorgegeben, dass nur die geeignetsten Gebiete gewählt werden sollen. Deshalb geht die For­derung des Umweltministers, nahezu ganz Eiderstedt als Vogelschutzgebiet auszu­weisen, völlig an den EU-Kriterien für die Gebietsauswahl vorbei. Egal ob es um 13.000 Hektar geht oder um 30.000 Hektar; es ist vollkommen unrealistisch, solche riesigen Flächen unter Schutz zu stellen. Der Umweltminister sollte bei seiner Jagd auf Vogel­schutz­gebiete lieber gezielt auswählen, statt mit der Schrotflinte um sich zu ballern.

Ich hoffe, dass die anderen Mitglieder der Regierung noch mehr auf die Wünsche der Westküste eingehen, statt blind der Gebietsauswahl des Umweltministeriums zuzu­stim­men. Es gibt nämlich noch Möglichkeiten, die verfahrene Lage zu entzerren. Zum Beispiel muss endlich wieder daran gedacht werden, das Vorland zu beweiden, um es den Enten und Gänsen als Rast- und Nahrungsgebiet wieder zugänglich zu machen. Dies würde speziell der Nonnengans helfen, die in der Vogelschutz­richt­linie aufgeführt ist – und dies wäre auch eine Maßnahme, die dem Küstenschutz dient."

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Sybilla Nitsch · 19.08.2026 Madsens Fährenplan ist politisches Blendwerk

Zur heutigen Beratung über die Fährverbindung Missunde im Wirtschaftsausschuss erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 27.08.2026 Das Land muss endlich aus dem Strumpf kommen beim Ganztagsausbau!

„In welcher Form und in welcher Qualität es den Schulträgern gelingt die Ansprüche des Rechtsanspruchs zu erfüllen, hängt auch von der Zusammenarbeit mit den Zuständigen auf der Landesebene ab. Die Zusammenarbeit muss von Verlässlichkeit und Vertrauen geprägt sein um gemeinsam die „Mammutaufgabe“ des Ganztagsausbau zu wuppen. Denn es geht hier nicht um Peanuts, sondern um viel Geld.“

Weiterlesen

Rede · Sybilla Nitsch · 27.08.2026 Endlich wacht Schwarz-Grün auch auf in Sachen Strompreiszonen!

„Eine regionale Strompreiszone würde zu deutlichen Preissenkungen führen. Das wiederum würde die Akzeptanz für die Energiewende wieder erhöhen, weil die Menschen bei uns im Land endlich spürbar profitieren würden. Das ist längst überfällig!“

Weiterlesen