Pressemitteilung · 20.09.2018 Der Demenzplan ist kein Ruhekissen für die Landesregierung

Anlässlich des morgigen Welt-Alzheimer-Tags erklärt der sozialpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer:

Ziel des Welt-Alzheimer-Tags ist es, die Öffentlichkeit auf die Situation von Alzheimerkranken und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen. Das ist auch für uns in Schleswig-Holstein wichtig. Denn hier leben über 50.000 Menschen mit einer demenziellen Erkrankung. Längst nicht alle Betroffenen erhalten heute die Hilfe, die sie eigentlich bräuchten. Experten sind sich einig: Bis zu einem wirklich flächendeckenden und sektorenübergreifenden Hilfesystem ist es noch ein weiter Weg.

Der vom SSW ins Leben gerufene Demenzplan leistet einen wichtigen Beitrag für die zukünftige Versorgungsplanung. Er gibt konkrete Handlungsempfehlungen und zeigt, welche Schwerpunkte wir in Zukunft setzen müssen. Neben zielgruppenspezifischen Fortbildungsangeboten und speziellen Versorgungskonzepten in Krankenhäusern brauchen wir vor allem auch eine verbesserte ambulante Versorgung und die Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum. 

Der Demenzplan ist also eine wichtige Grundlage. Aber er ist ganz sicher kein Ruhekissen. Die Empfehlungen der Experten müssen nun auch wirklich umgesetzt werden. Und dabei sollten wir keine Zeit verlieren. Denn der Versorgungsbedarf wird in den kommenden Jahren noch deutlich zunehmen. 

Wir wollen, dass alle Menschen, die direkt oder indirekt von Demenz betroffen sind, so selbstbestimmt wie möglich leben können. Deshalb werden wir uns weiterhin für eine auskömmliche Finanzierung aller Angebote einsetzen, die Demenzkranke und Angehörige unterstützen. Und wir werden natürlich auch sehr genau hinschauen, ob die Regierung die Empfehlungen aus dem Demenzplan umsetzt und im Zweifel aufs Tempo drücken.

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