Pressemitteilung · 29.01.2013 Klare Absage an CCS in Schleswig-Holstein

Zum heute angekündigten Entwurf der Landesregierung für ein schleswig-holsteinisches CCS-Gesetz erklärt der energiepolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer:

 


 

Unterirdische Verpressung von CO2 (CCS-Verfahren) ist in Schleswig-Holstein nicht nur unerwünscht – sondern demnächst auch unmöglich. Die rot-grün-blaue Landesregierung wird einen Gesetzentwurf in den Landtag einbringen, der sowohl die Forschung als auch die Praktizierung der CCS-Technologie in Schleswig-Holstein untersagt. 

 

Das ist gut so, denn CCS ist keine Lösung, sondern die Verklärung eines alten und die Quelle eines neuen Problems: 

 


 

Die CCS-Technologie setzt falsche Anreize, denn sie suggeriert, dass sie Kohlekraftwerke sauber macht. Dabei wird der „Dreck“ lediglich unter den Teppich gekehrt.

 

Damit droht nicht nur eine Entschleunigung der Energiewende hin zur sauberen Energie – die eine Debatte über CCS ohnehin überflüssig macht - sondern auch neues Unheil. 

 

Denn niemand kann heute ausschließen, dass das verpresste Kohlendioxid im Untergrund salzhaltige Wasserformationen ins Grundwasser drängt und damit unser Trinkwasser unbrauchbar macht.

 


 

Die Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein haben, wie auch der SSW, von Anfang an nein gesagt zu CCS und zu Recht erwartet, dass sich die Politik darum kümmert. Diesem Wunsch kommt die Landesregierung jetzt nach.

 


 

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mir noch lieber eine bundesweite CCS-Absage gewünscht hätte. Dies war in Berlin jedoch nicht mehrheitsfähig. 

 

Deshalb ist es wichtig, alle rechtlichen Ausschlussmöglichkeiten der Länderklausel zu nutzen und ein Landesgesetz zu schmieden, mit dem sich CO2-Verpressung in Schleswig-Holstein effektiv und rechtssicher verhindern lässt. Der SSW wird diesen Prozess – wie hoffentlich alle Fraktionen im Landtag – mit aller Kraft unterstützen.

 


Weitere Artikel

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 30.09.2026 Minderheitenberichte: Jetzt ist der Erhalt auch parlamentarisch festgezurrt

Der Innen- und Rechtsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags hat heute den gemeinsamen Änderungsantrag von SSW, CDU und Bündnis 90/Die Grünen zum Erhalt der kommunalen Minderheitenberichte beschlossen. Damit ist die ursprünglich von der Landesregierung geplante Streichung der Berichtspflicht vom Tisch. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Rede · Christian Dirschauer · 09.10.2026 Familienzentren dauerhaft und verlässlich finanzieren!

„Für den SSW sind Familienzentren unverzichtbare soziale Infrastruktur. Sie verkörpern ein Sozialstaatsverständnis, das uns besonders nahesteht: niedrigschwellig, präventiv, wohnortnah und nicht zuletzt auch stigmatisierungsfrei.“

Weiterlesen

Rede · Sybilla Nitsch · 09.10.2026 Das Fundament der dualen Ausbildung stärken!

„Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ist ein Fundament der dualen Ausbildung – und ein Fundament muss tragen. Als SSW fordern wir eine verlässliche und dynamische Finanzierung, moderne ÜBS und eine flächendeckende ÜLU. Wer Fachkräfte will, muss auch dafür sorgen, dass die Fachkräfteausbildung solide finanziert ist.“

Weiterlesen