Pressemitteilung · 29.05.2002 Minderheitenrechte: Erst einmal vor der eigenen Haustür kehren

Zu dem Doppelvorstoß des CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Börnsen und Venstre-Folketingsmitglied Peter Christensen, die vorgeschlagen haben, dass die Minderheiten-Rechte in den Europa-Verfassungsvertrag aufgenommen werden müssen, sagte die Vorsitzende des SSW im Schleswig-Holsteinischen Anke Spoorendonk:

„Es ist richtig, dass es in vielen europäischen Staaten immer noch erhebliche Probleme mit der Ab-sicherung der Rechte von Minderheiten und Volksgruppen gibt. Von daher muss man bei einer Neugestaltung der EU auch ernsthaft über einen verbesserten Stellenwert der Minderheitenrechte nachdenken.
Dennoch sollte wir erst einmal vor unserer eigenen Haustür kehren. Denn obwohl die Rechte der Minderheiten in die Schleswig-Holsteinische Landesverfassung aufgenommen sind, ist der Schutz der Minderheiten immer noch nicht in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben. Leider hat sich bisher insbesondere die CDU gegen die Aufnahme der Minderheitenrechte in die Verfassung gewehrt. Auch die SPD hat sich seit der Regierungsübernahme von früheren Forderungen distanziert.
Wir hoffen deshalb, dass Herr Börnsen sich nicht nur für die Aufnahme der Minderheiterechte im Europa-Verfassungsvertrag, sondern sich auch in seiner eigenen Partei für eine Änderung des Grundgesetzes einsetzen wird. Für den SSW bleibt jedenfalls die Aufnahme der Minderheitenrechte in das Grundgesetz eine zentrale Forderung zur Bundestagswahl,“ so Anke Spoorendonk.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 26.01.2026 Ein Angriff auf unsere Erinnerungskultur

Zum Vandalismus am Mahnmal der Synagoge in Kiel erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 28.01.2026 Wir brauchen Zeit und Raum für Bildung!

„Die Maßnahmen, um der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, greifen doch in kleineren Gruppen am besten. Ob DAZ-Förderung oder bedarfsgerechte individuelle Förderung um Misserfolge und Schulabbrüchen entgegenzuwirken, braucht Zeit, Raum und Menschen.“

Weiterlesen

Rede · Sybilla Nitsch · 28.01.2026 Die Energiewende kann keine 30 Jahre auf die Kernfusion warten

„Wir müssen hier im Norden einen anderen Fokus haben, um aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Und da denke ich: eine bundesweite Allianz zur Erforschung von Energiespeichern wäre genauso wichtig. Oder eine Allianz mit Dänemark, wo wir viel über Biomethanproduktion aus Rest- und Abfallstoffen lernen könnten.“

Weiterlesen