Pressemitteilung · 12.06.2007 Zweisprachige Ortsschilder: Plattdeutsch nicht gegen Dänisch und Friesisch ausspielen

Zum heute von Wirtschaftsminister Austermann angekündigten Erlass bezüglich der mehrsprachigen Ortsschilder erklärt die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk:
 
 „Der SSW begrüßt die neue Möglichkeit dänischsprachiger Ortschilder im Landesteil Schleswig. Jetzt müssen die Angehörigen der dänischen Minderheit vor Ort entscheiden, ob ihre Gemeinde oder ihre Stadt zukünftig auch in dänischer Sprache ausgeschildert werden soll.

Angesichts der nach wie vor bestehenden Sensibilität der Frage von deutschsprachigen Ortsschildern in Sønderjylland werden wir auch den Kontakt zur deutschen Minderheit suchen, weil wir nach wie vor eine Lösung auf Gegenseitigkeit im Grenzland für den besten Weg halten.

Sehr kritisch sieht der SSW die Auflage des Ministeriums, dass Ortstafeln in mehr als zwei Sprachen vermieden werden sollen. Dadurch werden die Minderheitensprachen Dänisch und Friesisch in eine vollkommen unangemessene Konkurrenz zur Regionalsprache Plattdeutsch gestellt. Minderheitensprachen sind vor Ort naturgemäß die Sprachen einer Minderheit und dürfen nicht von vornherein schlechtere Chancen haben. Der SSW fordert deshalb die Landesregierung auf, die Vertreter der unterschiedlichen Sprachgruppen an einen Tisch zu holen, und eine faire Umsetzung des neuen Erlasses zu erörtern. “

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