Press release · 23.10.2021 Generationswechsel im SSW: Christian Dirschauer neuer Landeschef

Minderheitenrechte, Nachhaltigkeit und eine bessere Einbindung der Jugend stehen auf der Agenda des neuen SSW-Landesvorsitzenden.

Der angekündigte Generationswechsel im SSW ist vollzogen. Nachdem SSW-Urgestein Flemming Meyer seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt hatte, wählte der Landesparteitag in Harrislee heute den 41-jährigen Christian Dirschauer mit 95% der aggbegebenen  Stimmen zum neuen Vorsitzenden der Minderheiten- und Regionalpartei. Und der hat schon jetzt Einiges auf dem Zettel:

"Machen wir uns nichts vor: Wenn es darauf ankommt, dann kämpft nur der SSW für die Minderheiten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Jugend besser in die Parteiarbeit einbinden, damit sich die Minderheiten auch in Zukunft auf uns verlassen können", sagte Christian Dirschauer. Der 41-jährige Landtagspolitiker setzte sich zudem für einen Klimaschutz ein, in den sich alle Menschen einbringen können. "Klimaschutz darf kein Projekt der Wohlhabenden sein. Was wir brauchen, ist eine soziale Energiewende, zu der alle Menschen beitragen können", so Dirschauer.

Der SSW müsse auch weiterhin eine starke Stimme für soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und regionale Wirtschaftspolitik sein - in den Kommunen, im Kieler Landtag und künftig auch im Deutschen Bundestag. "Wir sind und bleiben der Anwalt des Nordens", sagte Dirschauer unter Applaus der 150 Delegierten und Gäste.

Um die Interessen des Nordens ging es auch in einem mit großer Mehrheit verabschiedeten Entschließungsantrag zu den Forderungen des SSW an eine kommende Bundesregierung. So müsse der Bund endlich auf einen nachhaltigen Klima- und Umweltschutz setzen, auch im Bereich des Küstenschützes in Schleswig-Holstein.

"Das Erneuerbare Energien-Gesetz muss endlich geändert werden, weil es nicht angehen kann, das wir in Schleswig-Holstein die höchsten Energiepreise zahlen, obwohl wir den sauberen Strom ganz maßgeblich mitproduzieren", forderte MdB Stefan Seidler. Die Infrastruktur müsse deutlich verbessert werden - auf der Straße ebenso wie bei der Digitalisierung. Das dies keine Raketenwissenschaft sei, könne man in Dänemark sehen, sagte Seidler.

So müssten die Minderheiten endlich in das Grundgesetz aufgenommen und die Gleichberechtigung der Minderheiten z.B. bei Finanzen und Sprachen gesichert werden, forderte der SSW-Parteitag.

Minutenlange Standing Ovations gab es für den scheidenden Landeschef Flemming Meyer, der nach 16 Jahren im Amt zurücktrat aus der ersten Reihe der, wie er betonte, besten Partei der Welt.

 

Christian Dirschauer

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