Press release · 02.10.2017 Das Landeswaldgesetz soll Wälder schützen, nicht deren Rodungen

Die Entwicklung um den Bauernwald Preesterholt in Gintoft habe verhängnisvolle Lücken im Landeswaldgesetz aufgezeigt. „Wir brauchen ein Gesetz, das Wälder auch wirklich schützt statt Rodungen zu legitimieren“, sagt der umweltpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer.

Die Bürgerinitiative „Schönes Angeln“ und der NABU-Ortsverein hätten hart gekämpft, um den Bauernwald vor der Rodung zu bewahren. Ihre Enttäuschung, auch über das eher zaghafte Engagement des Umweltministers Robert Habeck, sei nachzuvollziehen. „Etwas weniger Berlin und mehr Gintoft hätte den Menschen vor Ort das Gefühl gegeben, dass ihre Interessen in Kiel ernst genommen werden“, so Meyer.

Vor allem aber habe der Vorgang eklatante handwerkliche Fehler im Landeswaldgesetz aufgezeigt, so Meyer: „Wir brauchen ein Gesetz, das Wälder auch wirklich schützt, statt Rodungen zu legitimieren. Der SSW wird sich im Landtag dafür einsetzen, dass die Lücken geschlossen werden, damit eine Situation wie im Preesterholt sich nicht mehr wiederholen kann“. 

Auch wenn dem Bauernwald derzeit juristisch und politisch nicht mehr zu helfen sei: Peter von Spreckelsen habe es nach wie vor in der Hand, den Spuk zu beenden, appellierte Meyer direkt an den Waldbesitzer: 

„Juristisch mögen Sie befugt sein, ihre wirtschaftlichen Interessen über die Belange von Mensch und Natur zu stellen. Moralisch sind Sie es nicht. Sie sollten sich dringend überlegen, ob ein weiterer Acker es wert ist, dass die Menschen in Ihrer Heimat den Namen von Spreckelsen mit Umweltzerstörung und tiefen nachbarschaftlichen Gräben verbinden.“  

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