Press release · 20.06.2012 Deutsch-dänische Zusammenarbeit: Gemeinsam Zukunft gestalten

Die Fehmarnbelt-Querung und der Ausbau der A 20 spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht Schleswig-Holstein als starken Tourismus- und Wirtschaftsstandort zwischen den Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen auszubauen. Dieses Fazit zogen am Dienstag Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck und des SSW nach gemeinsamen Gesprächen in Kiel. 

„Durch die feste Fehmarnbelt-Querung rückt  Schleswig-Holstein von einer Rand- in eine nordeuropäische Zentrumslage. Deutsche und Dänen erhalten eine einmalige Chance Zukunft zu gestalten“, betonte der Präses der IHK zu Lübeck, Christoph Andreas Leicht.  Ein zügiger Bau der Querung sowie der Ausbau der A 20 seien daher unerlässlich. 

„Es ist kein Geheimnis, dass der SSW das Milliardenprojekt mit Skepsis betrachtet hat. Fest steht jedoch: Die Querung wird kommen. Wir stehen zum Staatsvertrag zwischen Dänemark und Deutschland. Der SSW will das Projekt nicht hinterfragen, wir wollen es gestalten“, unterstrich der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms. Wichtig sei, eine regional-, tourismus- und umweltverträgliche Trassenführung der Hinterlandanbindung im Dialog mit den Bürgern zu gewährleisten. 

An der Forderung nach einer erneuten Überprüfung der Kosten für die  Hinterlandanbindung zur Querung hält der SSW indes fest. 

„Die Kostenschätzungen für die Hinterlandanbindung haben sich bereits einmal als viel zu niedrig erwiesen. Wir fordern ein verlässliches Finanzierungskonzept aus Berlin. Entscheidend ist hierbei die Zusage, dass die Bundesmittel für die Hinterlandanbindung nicht zu Lasten anderer wichtiger Verkehrsprojekte in Schleswig-Holstein bereitgestellt werden“, sagte Lars Harms mit Blick auf den geplanten Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals und der Autobahn 20.

Die Vertreter der IHK zu Lübeck und der SSW im Landtag betonten, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit dürfe sich nicht auf Wirtschaft und Tourismus begrenzen.  Es sei an der Zeit, auch einen gesellschaftlichen Aufbruch zu wagen.

„Wir können von den Dänen viel lernen und kooperieren schon heute auf vielen Ebenen von wirtschaftlicher Zusammenarbeit bis hin zum kulturellen Engagement“, sagte Christoph Andreas Leicht. „Unser Anspruch ist, das Beste aus zwei Welten zu verbinden.  Hier sehen wir große inhaltliche Übereinstimmungen mit den Zielen des SSW“, so der Präses der IHK.

„Der SSW hat die deutsch-dänische Zusammenarbeit im Norden des Landes über Jahrzehnte maßgeblich mit initiiert und entwickelt. Ich bin überzeugt davon, dass auch die Lübeck-Region von unseren Kompetenzen auf diesem Sektor profitieren kann. Entscheidend ist jedoch, dass Berlin jetzt mitzieht“, unterstrich Lars Harms.

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