Press release · 30.04.2020 Ein "weiter so" darf es nicht geben

Zum 1. Mai erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Nicht nur in der Coronakrise zeigt sich, wer wirklich systemrelevant ist für unsere Gesellschaft.

Das lässt sich auch an anderen Parametern ausmachen. Spoiler: Es sind jene, die trotz niedrigem Gehalt und wenig Anerkennung im Dauerlauf dafür sorgen, dass der Laden läuft.

Es sind die Alten- und KrankenpflegerInnen, die von der Nachtschicht geplättet ins Bett fallen, um sich gleich morgens wieder Sorgen darüber zu machen, wie sie steigende Energiekosten auffangen sollen. Es sind die ÄrztInnen in den Krankenhäusern, bei denen sich die Arbeit bis zur Decke türmt, und die trotzdem jeden Patienten mit einem Lächeln empfangen. Es sind die Männer und Frauen in gelben, blauen, grünen und roten Latzhosen, die unseren Müll recyclen, Post und Pakete anliefern, Abflüsse freispülen und Häuser bauen, die sie sich selbst nicht leisten können. Es sind die ErzieherInnen, die frühkindliche Bildung leisten, sich von vielen aber nur als Betreuungsangebot wahrgenommen fühlen. Es sind die PolizistInnen und Feuerwehrleute, die für Sicherheit sorgen und sich dafür zuweilen bespucken lassen müssen. Die Menschen hinter den Kassen, in den Lagern, in den LKW und Transportern und viele, viele mehr.

All diesen Menschen schulden wir unendlich viel mehr als ein dürftiges Gehalt für schlechte Arbeitszeiten. Wir haben es immer gewusst, die Krise hat es nur mit dem ganz dicken Marker noch einmal unterstrichen, so dass auch dem letzten klar geworden ist: So darf es nicht weitergehen!

Meine Gedanken sind heute bei all diesen Menschen, in tiefster Dankbarkeit und Respekt. Es wird Zeit, dass der Wohlstand unseres Landes auch dort ankommt, wo er erzeugt und ermöglicht wird. Dafür wird sich der SSW auch weiterhin mit aller Kraft einsetzen.

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