Pressemeddelelse · 20.09.2004 FlaRak-Gruppen sollen in Stadum und Husum bleiben

Der SSW hat sich dafür eingesetzt, die Flugabwehrraketengruppen (FlaRakGrp) in Stadum bei Leck und in Husum zu erhalten. Nachdem der nord­friesische SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms bei der Bundesregie­rung und mehreren regionalen Bundestagsabgeordneten vor einer mög­liche Verlagerung der FlaRakGrp nach Niedersachsen warnte, hat das Bundes­verteidigungsministe­rium jetzt in einem Schreiben an Harms seine Pläne zum Erhalt des Standorts Stadum bestätigt. Stattdessen soll jetzt die Flugabwehrraketengruppe 25 aus Niedersachsen nach Stadum verlegt werden.

„Eine mögliche Schließung der Flugabwehrraketengruppe in Stadum beträfe nicht nur Stadum, sondern hätte auch unmittelbar Auswirkungen auf die FlaRakGrp in Husum gehabt. Nachdem es so aussah, als ob die beiden nordfriesischen Standorte bei der Bundeswehrstrukturreform in Gefahr geraten könnten, haben wir jetzt mehr Klarheit. Stadum wird sogar gestärkt. Das ist eine schöne Mitteilung“, freut sich Lars Harms.

„Aber noch mehr dürfte die Aussage des Ministeriums die vielen hundert betrof­fenen Menschen und deren Familien erfreuen. Der nördliche Landesteil hat in den letzten Jahren unter einer Vielzahl von Standort­schließungen der Bundeswehr gelitten. Daher haben wir uns rechtzeitig darum bemüht, den Standort Stadum zu sichern. Weitere Schließungen hätten fatale Folgen für die gesamte Region.“

In dem Schreiben des Verteidigungsministeriums an Lars Harms heißt es unter anderem: „Für die Flugabwehr­raketengruppe 25 wurde aus militärisch-funktionalen Gründen die Verlegung nach Stadum ent­schieden. Die betriebswirtschaftlichen Überlegungen stützen diese Entscheidung, da sich durch das Einsparpotenzial bei den Liegen­schaftsbetriebs­kosten der abge­schätzten Investitionsbedarf amortisieren wird."

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