Press release · 07.06.2017 Großes Interesse an Minderheiten- und Regionalsprachen in den Kitas

Das vom SSW initiierte Förderprogramm der Landesregierung zur Sprachbildung in Regional- und Minderheitensprachen in Kindertageseinrichtungen hat sich als voller Erfolg erwiesen. Die kommende Landesregierung sollte es dringend fortsetzen, sagt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms.

Schleswig-Holstein ist das Land der kulturellen und sprachlichen Vielfalt. In keinem anderen Bundesland werden so viele Regional- und Minderheitensprachen gesprochen wie bei uns im echten Norden. 

Damit dies auch so bleibt, hatte die Landesregierung auf Initiative des SSW in diesem Jahr ein Förderprogramm aufgelegt, das bereits bei der frühkindlichen Bildung ansetzt.  

Bis 1. April diesen Jahres konnten Kita-Träger erstmalig einen Landeszuschuss von bis zu 2000 Euro pro Betreuungsgruppe beantragen, wenn sie Sprachbildungsangebote in Dänisch, Friesisch oder Niederdeutsch vorhalten. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigen die zahlreichen Zuweisungen von insgesamt 364.000 Euro, die mittlerweile beschieden wurden.  

„Das Förderprogramm hat sich als voller Erfolg erwiesen.  Denn hierdurch ließen sich nicht nur bestehende Angebote finanziell absichern und fortführen. Es sind auch viele neue Angebote entstanden. Das freut mich sehr“, sagt Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Landtag, der das Programm maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat. 

Allein aus den Kreisen Schleswig-Flensburg (165.000 Euro) und Nordfriesland (136.000 Euro) gingen Anträge für mehr als eine Viertel Million Euro beim Land ein. 

Weitere Zuweisungen gingen in die kreisfreien Städten Flensburg (28.000 Euro), Kiel (2.000 Euro) und Lübeck (8.000 Euro) sowie in die Kreisen Rendsburg-Eckernförde (16.000 Euro), Dithmarschen (14.000 Euro) und Ostholstein (4.000 Euro). 

Der Erlass des Sozialministeriums, in dem das Förderprogramm geregelt wurde, ist vorerst bis zum 31. Dezember diesen Jahres befristet. Für Lars Harms steht außer Frage, dass das Programm auch in Zukunft fortgesetzt werden muss. 

„Ich bin zuversichtlich, dass auch eine kommende Landesregierung erkennen wird, wie wichtig die Sprachförderung in den Kitas ist, und das wir es hier mit einem echten Erfolgsmodell zu tun haben. Insofern kann ich mir nicht vorstellen, dass ein entsprechender SSW-Antrag auf Fortsetzung des Förderprogramms auf Ablehnung stoßen wird “, so Harms.

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