Press release · 26.01.2001 Kommunale Träger müssen Fehlfahrten der Rettungsdienste zahlen

Zum heutigen Beschluss des Landtages über die Finanzierung der Fehlfahrten bei Rettungsdiensteinsätzen erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Silke Hinrichsen:

„Es ist immer unserer gemeinsames Ziel gewesen zu verhindern, das Bürgerinnen und Bürger erst finanzielle Überlegungen anstellen, bevor sie einen Rettungswagen anfordern. Geld darf in diesem Zusammenhang überhaupt keine Rolle spielen!

Wir haben den Antrag mitgetragen, dass sich die Landesregierung im Bundesrat dafür einsetzen soll, dass die Krankenkassen die Kosten wieder übernehmen müssen.

Da die Kassen aber ablehnen, freiwillig wieder die vollen Kosten zu übernehmen, müssen wir eine pragmatische Übergangslösung finden, bis man auf Bundesebene eine gesetzliche Lösung findet. Wir appellieren an die Träger dieser Aufgaben, endlich einen Kompromiss zu finden. Es ist skandalös, dass die Kassen einerseits und die Kommunen, Kreise und kreisfreien Städte andererseits die Patienten zum Spielball ihres Pokerspiels machen. Beide Seiten werden sich im Interesse der Patienten bewegen müssen, bis wir eine rechtliche Klärung auf Bundesebene bekommen.“

Hintergrund der Landtagsinitiative ist, dass das OVG Schleswig in einem Urteil entschieden hat, dass Fehlfahrten nicht in der Gebührenkalkulation der Rettungsdienste berücksichtigt werden dürfen. Fehlfahrten sind Fahrten, bei denen der Krankenwagen vom Einsatzort wieder leer zurückfährt bzw. der Krankenwagen keinen Patienten befördert. Die Kosten dieser Fahrten wurden bisher im Rahmen einer Mischkalkulation von den Kassen mit übernommen. Die im Moment ungeklärte Lage führt dazu, dass der Patient, für den der Rettungswagen gerufen wird, diese Kosten tragen muss. Die Krankenkassen haben bereits angeboten, die Hälfte dieser Kosten zu übernehmen.

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 30.10.2026 Finanznot der Kommunen: Landesregierung darf sich nicht hinter Gerichtsurteil verstecken

Das Landesverfassungsgericht hat heute die Verfassungsbeschwerden von 137 Gemeinden gegen den kommunalen Finanzausgleich für unzulässig erklärt. Zu der Entscheidung erklärt der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · Sybilla Nitsch · 30.10.2026 Steigende Verkehrsemissionen: Schwarz-Grün verspielt jede Glaubwürdigkeit

CDU und Grüne haben den Menschen sinkende CO₂-Emissionen im Verkehr versprochen. Und liefern das Gegenteil: Nach aktueller Prognose wird Schwarz-Grün sein für 2030 gesetztes Klimaziel im Verkehrssektor um rund eine Million Tonnen verfehlen. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 30.10.2026 Dirschauer fordert höhere Entlastung für Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen müssen häufig zusätzliche Kosten im Alltag tragen. Doch die steuerlichen Pauschbeträge, die sie entlasten sollen, wurden seit 2021 nicht mehr erhöht. Der SSW fordert deshalb eine Anhebung um 50 Prozent und eine künftige Anpassung an die Preisentwicklung. Einen entsprechenden Antrag hat die SSW-Landtagsfraktion jetzt eingebracht. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende Christian Dirschauer:

Weiterlesen