Press release · 05.09.2003 Regierung muss Friesisch-Unterricht auf Helgoland absichern

Der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms fordert die Landesregierung auf, den Friesisch-Unterricht in der Grundschule auf Helgoland abzusichern.

„Auf Helgoland gibt es ein starkes Interesse daran, die Helgoländische Sprache wieder mehr zu nutzen. Sie hat nicht nur einen großen touristischen Wert. Dadurch finden die Menschen auf der Insel auch ihre kulturellen Wurzeln.

Von den rund 1600 Einwohnern beherrschen ca. 450 das Helgoländer Friesisch, „Ha­lunder“. Das ist ein großer Teil der Inselbevölkerung. Die Landesregierung muss diese Menschen aktiv unter­stützen, unter anderem indem der Friesisch-Unterricht in der Grundschule verstärkt wird.

Bisher wird das Helgoländische im Kindergarten und in den Klassenstufen 3 und 4 unterrichtet. Auf der Insel möchte man aber gerne die Lücke schließen und schon bei den Erstklässlern mit dem Friesischen beginnen. Die Lehrkraft hierfür ist bereits vor­handen. Es fehlen lediglich noch die entsprechenden Stundenmittel. Sie müssen gefunden werden, ohne das bestehende Unterrichtskontingent der Grund­schule zu belasten. Dafür werde ich mich im Friesengremium des Landtages einsetzen“, kündigt der Friese Harms an.

Lars Harms und seine SSW-Kollegen Anke Spoorendonk und Silke Hinrichsen haben am Dienstag und Mittwoch mit dem Helgoländer Bürgermeister Frank Botter und dem Kurdirektor Christian Lackner die aktuellen Probleme der Insel erörtert.

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