Press release · 29.10.2007 SPD-Bundesparteitag/ALG I: Das Armutsproblem bleibt

Zum Beschluss des SPD-Bundesparteitags, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für ältere Arbeitnehmer wieder anzuheben erklärt der SSW-Vorsitzende Flemming Meyer:
 
„Der Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Beck und des DGB kann mehr Gerechtigkeit für Menschen bringen, die teilweise über Jahrzehnte in die Arbeitslosenkasse eingezahlt haben. Deshalb begrüßen wir den Beschluss des SPD-Bundesparteitags.

Die Sozialdemokraten machen es sich allerdings zu leicht, wenn sie glauben, dass dadurch die Probleme der Agenda 2010 gelöst sind. Das grundlegende Problem bleibt, dass die Armutsproblematik in Deutschland sich in der sozialdemokratischen Regierungszeit nicht zuletzt durch die Hartz-Gesetze weiter verschärft hat. Trotz der besseren wirtschaftlichen Lage und sinkender Arbeitslosenzahlen haben viele Arbeitslose weiterhin keine berufliche Perspektive und bekommen von der Arbeitsagentur auch keine. Für sie führt das Arbeitslosengeld II direkt in die Armut, weil der Staat von ihnen Genügsamkeit fordert aber ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend fördert.  Dieses Problem, dass nicht zuletzt die Kinder in jungen Familien trifft, wird durch den Beschluss der SPD nicht gemildert.“

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 12.05.2026 Haushaltskrise fällt nicht plötzlich vom Himmel

Zur Mai-Steuerschätzung und den angekündigten Belastungen für den Landeshaushalt erklärt der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Speech · Sybilla Nitsch · 08.05.2026 Sonntagseinkauf pragmatisch weiterentwickeln

„Statt auf starre Grenzwerte bei Fläche und Einwohnerzahl zu setzen, sollten wir die Sonntagsöffnung personalloser Märkte dort ermöglichen, wo sie dem tatsächlichen Bedarf der Menschen vor Ort entspricht.“

Weiterlesen

Speech · Jette Waldinger-Thiering · 08.05.2026 Ersatzschulen nicht am ausgestreckten Arm verhungern lassen!

„Während die Sachkosten für die öffentlichen Schulen laufend angepasst werden, bekommen die Ersatzschulen, Schülerkostensätze basierend auf historischen Sachkosten Berechnungen. In einigen Kommunen kommt es zwischen den Sachkostenbeträgen für Schüler einer öffentlichen Schule und Schülern einer Ersatzschule zu einer erheblichen Differenz zu Lasten der Ersatzschulen.“

Weiterlesen