Pressemitteilung · 03.03.2004 SSW-Initiative: Schleswig-Holsteins Kinder sollen mehr lesen

Der Landtag wird sich in der kommenden Woche damit befassen, warum so wenig Kinder und Jugendliche in Deutschland Spaß am Lesen haben. Eine entsprechende Initiative stellte die Vorsitzende des SSW im Schleswig-Hol­steinischen Landtag, Anke Spoorendonk, heute in Kiel vor:

„In keinem anderen OECD-Land gibt es so viele 15Jährige, die überhaupt nicht zum eigenen Vergnügen lesen, wie in Deutschland. Aus der PISA-Studie geht hervor, dass 26 % der Mädchen und 52 % der Jungen nicht gern lesen. Das ist nicht nur ein kulturpolitisches Problem, es hat auch negative Folgen für die Zukunft dieser jungen Menschen und letztlich für den Wirt­schaftsstandort Schleswig-Holstein. Deshalb muss daran dringend etwas geändert werden.“

Der SSW fordert die Landesregierung auf, die Umsetzung der Bund-Länder-Aktion „Lesen in Deutschland“ in Schleswig-Holstein vorzulegen. Außerdem verweist Spoorendonk darauf, dass die Ausstattung der Schulen mit Belle­tristik und Fachliteratur stark mangelhaft ist: „Nach Information der Stiftung Lesen verfügen nur 15 bis 20 % der Schulen in Deutschland über eine eigene Schul­bibliothek. Deshalb müssen wir unbedingt die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und öffentlichen Bibliotheken stärken.“

Neben dem Antrag „Förderung der Lesekultur von Kindern und Jugendlichen in Schles­wig-Holstein“ (Landtags-Drucksache 15/3274) werden in der kom­menden Woche die SSW-Anträge „Sicherheitskriterien für Atomkraft­werke“ (Drs. 15/3273) und „Umset­zung von Hartz IV darf kommunale Finanzen nicht belasten“ (Drs. 15/3275) im Landtag beraten.

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