Rääde · Flemming Meyer · 15.11.2019 Der Provinzial-Standort Kiel muss erhalten bleiben!

Mit dem vorliegenden Antrag formulieren wir einen klaren Auftrag an die Landesregierung: Wir stehen gemeinsam hinter der Provinzial NordWest und wir setzen im Fall der Fusion auf einen weiterhin starken Standort Kiel.

Flemming Meyer

Flemming Meyer zu TOP 35 - Schleswig-Holstein steht hinter der Provinzial! (Drs. 19/1797)

Die Provinzial steht immer mal wieder als Diskussionsthema auf der Tagesordnung. Zu Recht, denn die Provinzial ist eben keine x-beliebige Versicherung, wie wir vom SSW ja stets jedes Mal aufs Neue betonen. Sie ist ein Beispiel dafür, dass Geschäft und soziales Engagement sich nicht gegenseitig ausschließen müssen. Marktaktivität, Gemeinwohlverpflichtung und Daseinsvorsorge gehen hier Hand in Hand – der gesellschaftliche Wert dieses öffentlich-rechtlichen Versicherers ist also offenkundig. Die Provinzial NordWest ist für Schleswig-Holstein ein ungemein wichtiges Unternehmen und jegliche Veränderungen sind daher von uns genauestens zu prüfen. Im Zuge der laufenden Fusionsgespräche haben wir daher diesen gemeinschaftlichen Antrag eingebracht. 

Die Verhandlungen sind von großer Tragweite: Mit dem Zusammenschluss der Provinzial Nordwest und der Provinzial Rheinland würde der zehntgrößte Versicherungskonzern in Deutschland entstehen, der seine Policen über die Sparkassen in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern vertreiben würde. Eine gewaltige Veränderung also, bei der wir hier in Schleswig-Holstein selbstverständlich ganz genau auf die Auswirkungen insbesondere für den Standort Kiel schauen müssen. Der vorliegende Antrag formuliert nun die entscheidenden Kernforderungen, die sich aus dem Status Quo ableiten lassen.

Besonders wichtig ist uns natürlich, dass die Provinzial und damit deren Auftragserfüllung weiterhin hier bei uns im Land bestehen bleibt. Der Standort Kiel muss erhalten bleiben! Fusionsgespräche sorgen verständlicherweise für Unruhe unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, da es letztendlich auch immer um die künftige Anzahl und Qualität der Arbeitsplätze geht. In diesem konkreten Fall sprechen wir von rund 1.000 Arbeitsplätzen in Kiel. Wir vom SSW haben uns bei derartigen Diskussionen schon immer auf die Seite der Beschäftigten gestellt, die bereits in der Vergangenheit engagiert und völlig zu Recht nicht nur für ihre Arbeitsplätze, sondern ja vor allem auch für ihr Unternehmen hier vor Ort gekämpft haben. Eine gut aufgestellte Provinzialzentrale in Kiel ist zu wichtig für Schleswig-Holstein, als dass wir Einbußen in dieser Hinsicht in Kauf nehmen könnten. Zumal dies konsequenterweise auch mit einer Verschlechterung des Leistungsspektrums verbunden wäre. Dies ist selbstredend nicht zu akzeptieren.

Wir brauchen im Fall der Fusion eine starke Konzernzentrale in Kiel, wo die Beschäftigten nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen, wo die Beschäftigten möglichst in der Nähe wohnen bleiben können, wo die Beschäftigten stets rechtzeitig und umfassend über neue Entwicklungen informiert und auf Augenhöhe mit ins Boot geholt werden. Die Einbeziehung der Arbeitsnehmervertretungen möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich hervorheben, da sich Sorgen- und Konfliktpotenziale so bereits im Vorwege mindern und im Optimalfall lösen lassen. Fusionsverhandlungen sind keine Angelegenheiten, die nur auf Führungsebene diskutiert werden sollten – alle Betroffenen gehören miteingebunden. 

Mit dem vorliegenden Antrag formulieren wir einen klaren Auftrag an die Landesregierung. Wir stehen gemeinsam hinter der Provinzial, die hier bei uns in Schleswig-Holstein eine lange Tradition hat. Ihre Beschäftigten sind engagiert, ihre Kundenbindung ist hoch, kurz: Die Provinzial ist seit jeher tief verankert in Schleswig-Holstein und daran gibt es nichts zu rütteln. Wir setzen auf einen weiterhin starken Standort Kiel. Denn nur so wird diese ihren Auftrag weiterhin zufriedenstellend erfüllen können und das liegt ja in unser aller Interesse.

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