Press release · 19.11.2019 Eine windige Argumentation

Zur Aussage des Ministerpräsidenten, Schleswig Holstein werde sich den Plänen des Bundeswirtschaftsministers zum Mindestabstand von Windenergieanlagen nicht beugen (heutige Ausgabe der Lübecker Nachrichten), erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Lars Harms am Meer

In der Sache hat Daniel Günther natürlich völlig recht: Mit einem Mindestabstand von 1000 Meter zu Wohnsiedlungen käme die Windenergie in Schleswig-Holstein wohl vollständig zum erliegen.
Allerdings muss sich der Ministerpräsident auch eine gewisse Scheinheiligkeit vorwerfen lassen. Waren es doch Günther und seine CDU höchstselbst, die der Windenergie zu Oppositionszeiten und im Landtagswahlkampf immer wieder die Akzeptanz absprachen. Den Bürgerinnen und Bürgern hatte er gar Mindestabstände von 1200 Metern zu Wohnsiedlungen versprochen.

Schon heute herrscht ein bedrohlicher Stillstand beim Ausbau der Windenergie in Schleswig-Holstein. Und das liegt auch, aber eben nicht nur an bundespolitischen Fehlentscheidungen. Mit ihrem Entschluss, die nahezu abgeschlossene Landesplanung noch einmal aufzuschnüren und über Ausbauverbote abzusichern, haben CDU, FDP und Grüne jene Krise, dass heute so viele Fachkräfte in Arbeitsagenturen und andere Länder treibt mindestens mit in Kauf genommen. Vor diesem Hintergrund mag man sich die Konsequenzen gar nicht ausdenken, wenn die CDU sich im Koalitionsvertrag mit ihren 1200 Metern durchgesetzt hätte.

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 19.02.2026 Christian Dirschauer: Das Land darf sich nicht hinter Förderrichtlinien verstecken

Zur heutigen Beratung im Finanzausschuss zum Antrag der Stadt Flensburg auf Fördermittel für den Neubau der abgesackten Kaikante erklärt der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, der Flensburger Abgeordnete Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Speech · Sybilla Nitsch · 27.02.2026 Keine Kostensenkung zu Lasten der Verkehrssicherheit!

„Gerade Sonderfahrten als Praxisanteil sollte man beibehalten, ein Simulator kann nur bedingt Inhalte aus dem praktischen Erleben auf der Straße ersetzen. Das ist auch ein Punkt, vor dem gerade der Fahrschulverband warnt. Und entsprechend harsch ist deren Kritik an den Reformplänen, denn sie sehen die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Verkehrsteilnehmer gefährdet.“

Weiterlesen

Speech · Jette Waldinger-Thiering · 27.02.2026 Homophoben und transfeindlichen Entwicklungen entgegenwirken!

„Schule soll ein sicherer Ort sein. Für alle. Für queere Jugendliche ist sie es oftmals nicht.“

Weiterlesen