Präsemadiiling · Lars Harms · 02.02.2016 Mehrsprachige Beschilderung ist konsequent und richtig

Zur aktuellen Studie des Europäischen Zentrums für Minderheitenfragen (ECMI) über mehrsprachige Beschilderung in der EU erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Als der SSW im Sommer 2015 die mehrsprachige wegweisende Beschilderung in Nordfriesland auf die Tagesordnung brachte, reichten die Reaktionen der Opposition, insbesondere FDP und Piraten, von kindischen Witzeleien bis hin zur echten Empörung.

Die ECMI-Studie indes belegt, was wir der Opposition bereits damals entgegen gehalten haben: Viele Minderheitenregionen in der EU, selbst jene, in denen es noch unüberwundene Konflikte zwischen Mehrheit und Minderheiten gibt, sind da schon erheblich weiter.

Wenn der Piraten-Abgeordnete Torge Schmidt also am 7. Juli 2015 noch auf billige Art versuchte, Hochschulen gegen Minderheitenpolitik auszuspielen („...bei weitem wichtiger als neue, bunte, mehrsprachige Schilder“), dann kann er jetzt schwarz auf weiß nachlesen: Sein minderheitenpolitisches Verständnis ist rückständiger als im Wales der 70er Jahre. Denn dort ist mehrsprachige Beschilderung seit über 40 Jahren Normalität. Die Hochschulen haben es überlebt.

Diesen Schuh wird sich auch der FDP-Kollege Heiner Garg anziehen müssen, der noch vor wenigen Tagen gegenüber der Flensborg Avis friesischsprachige Ortsschilder indirekt als unwichtig bezeichnete.

Ich bleibe dabei: Mehrsprachige Beschilderung ist konsequent und richtig. Denn sie macht die bundesweit einzigartige Sprachenvielfalt in unserem Land sicht- und erlebbar – für die Minderheiten, für die Bevölkerungsmehrheit und nicht zuletzt auch für unsere Touristen. Die sind nämlich durchaus beeindruckt von dem sprachlichen und kulturellen Alltag, den man bei uns im echten Norden leben und erleben kann.

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