Press release · 15.09.2007 SSW-Parteitag: Macht den Weg frei für Neuwahlen

Der SSW-Parteitag hat die Große Koalition in Schleswig-Holstein aufgefordert, den Weg für Neuwahlen freizumachen. „Zur Mitte der Wahlperiode des Landtags haben sich die ohnehin begrenzten Gemeinsamkeiten der Koalitionspartner verbraucht. Um einen mehrjährigen Stillstand in der Landespolitik zu vermeiden muss die CDU/SPD-Mehrheit im Landtag die Konsequenzen ziehen und eine vorzeitige Landtagswahl anstreben“, heißt es in einer Resolution, die heute einstimmig von den 91 SSW-Delegierten in Husum beschlossen wurde.

„Nur die Abgeordneten von CDU und SPD selbst können verhindern, dass die Regierung sich aus machtpolitischen Gründen zweieinhalb Jahre weiter durchwurschtelt und einer zukunftsorientierten Politik den Weg verbaut. Wenn sie trotz der fehlenden inhaltlichen Basis für eine Zusammenarbeit stur an der Großen Koalition festhalten, dann bestätigen sie alle Vorurteile, dass es den Parteien nicht zuerst um das Beste für die Bevölkerung, sondern um Posten und Macht geht“, sagte die Vorsitzende der SSW-Landtagsgruppe, Anke Spoorendonk.

Der SSW-Parteitag beschloss außerdem, dass der SSW trotz der Anfeindungen nach der Landtagswahl 2005 weiterhin bereit ist, seine Stimmen bei der Regierungsbildung in die Waagschale zu werfen. „Wir als dänische und friesische Minderheit dürfen uns in die politischen Belange unserer Heimat einmischen und wir werden uns weiterhin einmischen. Dies ist unser Recht und dies ist unsere demokratische Pflicht. Das schulden wir uns selbst und vor allem unseren Wählerinnen und Wählern“, sagte Anke Spoorendonk.

Künftig will der SSW aber auch für eine direkte Regierungsbeteiligung offen sein: „Die Verhandlungen und die öffentliche Diskussion nach der Landtagswahl 2005 haben gezeigt, dass die politische Kultur in Deutschland nicht für das skandinavische Modell einer tolerierten Minderheitsregierung bereit ist. Der SSW zieht daraus die Konsequenz, dass er in Zukunft grundsätzlich auch für Regierungskoalitionen mit jenen Parteien zur Verfügung steht, die bereit sind, in zentralen Bereichen die politischen Ziele des SSW mit umzusetzen“, heißt es in der SSW-Resolution.


Die gesamte Rede Anke Spoorendonks und die Resolution „Der SSW fordert Neuwahlen und will für Schleswig-Holstein Verantwortung übernehmen“ finden sie in unserem Presseservice auf der Homepage www.ssw.de

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 30.10.2026 Finanznot der Kommunen: Landesregierung darf sich nicht hinter Gerichtsurteil verstecken

Das Landesverfassungsgericht hat heute die Verfassungsbeschwerden von 137 Gemeinden gegen den kommunalen Finanzausgleich für unzulässig erklärt. Zu der Entscheidung erklärt der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · Sybilla Nitsch · 30.10.2026 Steigende Verkehrsemissionen: Schwarz-Grün verspielt jede Glaubwürdigkeit

CDU und Grüne haben den Menschen sinkende CO₂-Emissionen im Verkehr versprochen. Und liefern das Gegenteil: Nach aktueller Prognose wird Schwarz-Grün sein für 2030 gesetztes Klimaziel im Verkehrssektor um rund eine Million Tonnen verfehlen. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 30.10.2026 Dirschauer fordert höhere Entlastung für Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen müssen häufig zusätzliche Kosten im Alltag tragen. Doch die steuerlichen Pauschbeträge, die sie entlasten sollen, wurden seit 2021 nicht mehr erhöht. Der SSW fordert deshalb eine Anhebung um 50 Prozent und eine künftige Anpassung an die Preisentwicklung. Einen entsprechenden Antrag hat die SSW-Landtagsfraktion jetzt eingebracht. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende Christian Dirschauer:

Weiterlesen