Press release · 01.02.2001 Banken dürfen den Bauern nicht den Boden unter den Füssen wegziehen

Auf einer gemeinsamen Sitzung der SSW-Landtagsvertretung und der SSW-Kreistagsfraktion Nordfriesland in „Husumhus” in Husum standen die beabsichtigten Schließungen von Bundeswehrstandorten, die Änderung der Gemeindeordnung und Folgen der BSE-Krise im Mittelpunkt der Diskussion.

An den Gesprächen nahmen die SSW-Landtagsabgeordneten Anke Spoorendonk, Lars Harms und Silke Hinrichsen sowie die SSW-Kreistagsabgeordneten und bürgerschaftlichen Ausschussmitglieder Juliane Hegemann, Arne Andresen, Niels Bendixen, Joachim Spitz, Ulrich Stellfeld Petersen und die SSW-Kreisvorsitzende Helene von Guionneau teil.

In der Frage der Bundeswehrstrukturreform waren sich beide SSW-Fraktionen darüber einig, dass bis zur endgültigen Entscheidung des Bundesverteidungsministeriums jede Chance genutzt werden müsse, um so viele Standorte wie möglich im Landesteil Schleswig zu erhalten. Dabei müssten Sachargumente im Vordergrund stehen. Insbesondere waren die SSW-Politiker besorgt über die geplante Schließung der Marineausbildungsschule in List. Wegen der besonderen Insellage sei Sylt damit sehr hart getroffen. Allgemein wurde beklagt, dass immer noch keine genauen Auswirkungen bekannt sind.

In der Frage der Änderung der Gemeindeordnung kündigten die SSW-Landtagsabgeordneten an, dass man gemeinsam mit den SSW-Kommunalpolitikern eigene Änderungsvorschläge ausarbeiten werde.

Offen und auch kontrovers wurde über die Folgen der BSE-Krise für die Landwirtschaft diskutiert. Obwohl aus Sicht der SSW-Politiker der Verbraucherschutz bei der Bekämpfung von BSE absolute Priorität
haben müsse, äußerten sie auch Verständnis für die Existenzsorgen der betroffenen Landwirte. Gerade im Landesteil Schleswig seien viele kleinere und mittlere Betriebe durch den zusammenbrechenden Rindfleischmarkt akut in wirtschaftliche Nöte gekommen. Daher appellierten die SSW-Politiker an die Banken und Kreditinstitute, die finanziellen Probleme der Landwirte durch eine restriktive Kreditpolitik nicht noch zu verschärfen. In der aktuellen Situation würde dieses den Bauern den Boden unter den Füssen wegziehen.
Aus Sicht der SSW-Politiker gehe es jetzt darum, dass man schnellst möglich rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen schaffe, damit die bedrohten Betriebe die Möglichkeit erhalten, durch vernünftige Umstrukturierungsmaßnahmen den zukünftigen Ansprüchen an bezahlbarer Qualität und nachhaltiger Produktion gercht zu werden. Hier seien insbesondere die EU und der Bund in der Verantwortung, in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft haltbare Lösungen zu finden.

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 05.02.2026 Förderprogramme ersetzen kein Pflegepersonal

Auf eine arbeitslos gemeldete Pflegekraft kommen in Flensburg fast vier offene Stellen. Das zeigt die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des SSW zur Pflegeversorgung in der Stadt Flensburg (Drucksache 20/3936). Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, der Flensburger Abgeordnete Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 05.02.2026 Kitas verlässlich stärken – nicht nur kurzfristig entlasten

Zur Vorstellung des Pakets „Kita für Alle“ durch Sozialministerin Aminata Touré und CDU-Fraktionschef Tobias Koch erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 02.02.2026 Schutz der Flensburger Förde braucht mehr als schöne Worte

Anlässlich der deutsch-dänischen Fachkonferenz zur Zukunft der Flensburger Förde in Sønderborg hat der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer, das dänische Engagement für den Schutz des gemeinsamen Gewässers ausdrücklich gelobt und zugleich mehr Verbindlichkeit auf deutscher Seite eingefordert.

Weiterlesen