Press release · 02.03.2015 Debatte um Gottesbezug muss ehrlich geführt werden

Der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms, hat die Volksinitiative für einen Gottesbezug in der Landesverfassung begrüßt, aber auch zu mehr Ehrlichkeit in der Debatte aufgefordert.

Zum Thema Gottesbezug gibt es nach wie vor sehr unterschiedliche Meinungen im Land. Deshalb sei es gut, dass das Thema nun per Volksinitiative nochmal auf die Tagesordnung des Landtags kommen soll, sagte Lars Harms heute in Kiel. Auch einen Volksentscheid in dieser Frage würde er begrüßen. Harms forderte jedoch alle Beteiligten auf, die Diskussion ehrlich und unmissverständlich zu führen. 

„Demutsformel und Gottesbezug sind nicht dasselbe. Die Menschen sollten schon genau wissen, wofür sie unterschreiben“, sagte Harms. 

„Wenn es lediglich um eine Demutsformel ginge, wie manche anführen, also die Begrenztheit und Demut menschlichen Handelns, dann hätte man das auch so in die Landesverfassung schreiben und beschließen können. Darum ging es aber nicht. Zahlreiche Versuche, einen überparteilichen Kompromiss zu erzielen, scheiterten an der Forderung, dass ausdrücklich auf „Gott“ Bezug genommen werden sollte. Deshalb darf für die Menschen kein Zweifel bestehen, wofür hier geworben wird“.

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