Press release · 14.03.2007 Der SSW begrüßt den drogenpolitischen Erkenntnisgewinn der CDU

Zur Ablehnung eines Alkoholverbots für Minderjährige durch die drogenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Frauke Tengler, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher des SSW im Landtag, Lars Harms:
 
„Der SSW begrüßt die Einsicht der CDU-Landtagsfraktion, dass Verbote kein drogenpolitisches Allheilmittel sind. Wir nehmen dieses als Zeichen dafür, dass die CDU in der Drogenpolitik immer mehr zur Vernunft kommt und wie alle anderen Parteien endlich die Begrenzungen von Verboten erkennt.

Das Problem mit exzessivem Alkoholkonsum bei Jugendlichen lässt sich kaum durch ein Verbot lösen. Das hat schon die restriktive Alkoholpolitik in manchen skandinavischen Ländern gezeigt, die gerade bei Jugendlichen zu solchen unkontrollierten Konsummustern geführt hat. Hier ist vielmehr zuerst eine stärkere Eigenverantwortung der Alkoholindustrie und der Gastronomie gefragt, die auch kein Interesse daran haben können, dass ihr Geschäft mehr und mehr Gegenstand drogenpolitischer Erwägungen wird.

Der SSW wartet jetzt gespannt, ob die CDU ihren Erkenntnisgewinn nun auf ihre Drogenpolitik insgesamt ausdehnt und bereit ist, auch bei den illegalen Drogen neue Wege der Vorbeugung zu beschreiten. Angesichts der Tatsache, dass Verbote und Strafverfolgung
dazu beitragen können, Drogenprobleme zu verschärfen, wäre dies ein echter Fortschritt für die Drogenpolitik in Schleswig-Holstein. “

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 12.05.2026 Haushaltskrise fällt nicht plötzlich vom Himmel

Zur Mai-Steuerschätzung und den angekündigten Belastungen für den Landeshaushalt erklärt der Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Speech · Sybilla Nitsch · 08.05.2026 Sonntagseinkauf pragmatisch weiterentwickeln

„Statt auf starre Grenzwerte bei Fläche und Einwohnerzahl zu setzen, sollten wir die Sonntagsöffnung personalloser Märkte dort ermöglichen, wo sie dem tatsächlichen Bedarf der Menschen vor Ort entspricht.“

Weiterlesen

Speech · Jette Waldinger-Thiering · 08.05.2026 Ersatzschulen nicht am ausgestreckten Arm verhungern lassen!

„Während die Sachkosten für die öffentlichen Schulen laufend angepasst werden, bekommen die Ersatzschulen, Schülerkostensätze basierend auf historischen Sachkosten Berechnungen. In einigen Kommunen kommt es zwischen den Sachkostenbeträgen für Schüler einer öffentlichen Schule und Schülern einer Ersatzschule zu einer erheblichen Differenz zu Lasten der Ersatzschulen.“

Weiterlesen