Press release · 19.10.2000 Flensburger Sprachencharta-Initiative ist vorbildlich

Als eine vorbildliche Umsetzung der "Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen" begrüßten die SSW-Landtagsabgeordneten Anke Spoorendonk, Lars Harms und Silke Hinrichsen sowie der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Gerhard Maas in einer gemeinsamen Erklärung die Initiative der Flensburger Verwaltung, ab sofort Türschilder mit dem Hinweis auf dänisch und plattdeutsch sprechende Mitarbeiter in der Stadtverwaltung anzubringen:

"Es ist ein zentraler Bestandteil der europäischen Sprachencharta, dass die Menschen sich in ihrer Muttersprache an die öffentliche Behörde wenden können. Jetzt können sich also die Mitglieder der Minderheit in dänisch an die Verwaltung der Stadt wenden. Wir hoffen damit eine Vorreiterrolle im Landesteil Schleswig bei der Umsetzung der Sprachencharta spielen kann. Wir erwarten, dass sich jetzt alle Kreise und die wichtigsten Städte und Kommunen in unserer mehrsprachigen Region an der Flensburger Initiative orientieren werden."

"Als Flensburgerin freut es mich besonders, dass wir bei der Umsetzung der Sprachencharta eine Vorbildrolle spielen. Flensburg hat eine lange deutsch-dänische Geschichte. Wenn nicht in dieser Stadt, wo sonst soll man die Charta umsetzen. Mange tak til Flensborg bys forvaltning, so die Flensburger SSW-Abgeordnete Silke Hinrichsen.

"Nun kommt es darauf an, dass auch andere Kommunen, wie zum Beispiel meine Heimatgemeinde Harrislee, diesem Vorbild aus Flensburg folgen. Det manglede da bare andet, so die Harrisleer SSW-Abgeordneten Anke Spoorendonk.

"Auch im Kreis Nordfriesland mit seiner Sprachenvielfalt erwarte ich nun, dass sich sowohl der Kreis als auch die Kommunen aktiv an der Umsetzung am Flensburger Beispiel orientieren. Ik hoow nü kamt deer wat önj e gung, " so der friesische SSW-Abgeordnete Lars Harms aus Koldenbüttel.

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