Press release · Jette Waldinger-Thiering · 06.12.2023 Grundwasserschutz geht vor!

Die SSW-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Eckernförde Jette Waldinger-Thiering zur geplanten Bauschuttdeponie an der B76 bei Kosel: „Der Schutz unseres Grundwassers und Lebensraums muss Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.“

Bei der heutigen Anhörung vor dem Petitionsausschuss im Kieler Landtag haben Hauptpetent Christoph Schleusener und die Koseler Gemeindevertreterin Dr. Christiane Knabe ihre Einsprüche gegen die Umwidmung einer Kiesgrube in eine Bauschuttdeponie der Deponieklasse I mit dem besonders sensiblen Standort, dem fragwürdigen Bedarf sowie dem unzulänglichen Zulassungs- verfahren begründet.
Die betreffende Fläche bei Kosel befindet sich direkt angrenzend am naturgeschützten Bültsee und inmitten weiterer grundwasserführender Seen sowie unter Schutz stehenden Naturräumen. Jette Waldinger-Thiering fragt: „Wozu Naturschutzräume schaffen, wenn sie dann auf einmal keine Relevanz mehr haben?“
Zu einem noch höheren Verkehrsaufkommen auf einer ohnehin schon überlasteten Bundesstraße 76 kommen Fragen nach der ausreichenden Abdichtung hin zum Grundwasser durch eine zwei Millimeter dünne Folienschicht: Wer überprüft und überwacht diese Abdeckung? Wer haftet bei unvorhersehbaren Schäden, die Grundwasser und Lebensraum kontaminieren? Die vom Betreiber zu leistende Sicherheitseinlage greift nur für Oberflächen- und Betriebsschäden. Ist es die öffentliche Hand, sprich die Steuerzahler, die für eine notwendige Sanierung nach einer möglichen Kontaminierung aufkommen muss, so wie erst kürzlich in unmittelbarer Nachbarschaft in Gammelby geschehen?
Und schließlich zur Unzulänglichkeit des Verfahrens: „Wenn ein privater Anbieter für Bauschuttentsorgung zur Standortauswahl ausschließlich zwei seiner eigenen Flächen zum Vergleich anbietet, von der die eine Fläche als „weniger ungünstig“ bezeichnet, vom Umweltministerium als „nicht ideal“ und vom Innenministerium als „möglicher Ort, aber nur mit sehr vielen Auflagen“ eingestuft wird, müssen wir uns als Politiker doch die Frage stellen, warum wird vom Betreiber nicht eine wirklich geeignete Fläche eingefordert?“
Schließlich bedankt sich Jette Waldinger-Thiering bei den Petitionseinreichenden: „Dank des Petenten und der über 3.000 Mitzeichnenden ist das Thema endlich auf Landesebene angekommen. Wir werden es auf jeden Fall weiter politisch begleiten.“
---
Jette Waldinger-Thiering, MdL
Landtagsabgeordnete für den Landtagswahlkreis Eckernförde (WK 8) Vizepräsidentin des Landtages Schleswig-Holstein
E-Mail: jette.waldinger@ssw.de

Kontakt Wahlkreisbüro:
Rainer Bosse, E-Mail: rainer.bosse@ssw.de, Mobil: 01520 2081930 Julia Unold, E-Mail: julia.unold@ssw.de, Mobil: 01520 2132601

Weitere Artikel

Speech · Jette Waldinger-Thiering · 20.03.2026 §218 StGb abschaffen – Männer, werdet endlich laut!

Wir leben in einer Gesellschaftsform, die von Männern geprägt ist, die sich an Männern orientiert und in der Männer die Vorherrschaft haben. Und genau diese blockieren weiterhin die Straffreiheit von Schwangerschaftsabbrüchen – ein Recht der Frauen. Das muss sich ändern!

Weiterlesen

Speech · Jette Waldinger-Thiering · 20.03.2026 Gesundheitsfachberufe müssen schulgeldfrei bleiben

Wer nicht weiß, ob er oder sie plötzlich wieder mehrere hundert Euro im Monat zahlen muss, entscheidet sich im Zweifel gegen diese Ausbildung. Ausbildungskapazitäten bleiben dann ungenutzt – und wir verschärfen den Fachkräftemangel sehenden Auges.

Weiterlesen

Speech · Jette Waldinger-Thiering · 20.03.2026 Kann das Land Schleswig-Holstein verantworten, dass sich die Hochschulen kaputtsparen müssen?

Eigentlich müssen die Hochschulen so vielen Ansprüchen gerecht werden, dass sie an Attraktivität verlieren, sobald sie versuchen zu sparen.

Weiterlesen