Press release · 02.04.2007 Nordsee-Häfen sollen kooperieren statt konkurrieren

Der SSW fordert, dass die norddeutschen Länder bei den Nordsee-Häfen verbindlich kooperieren. „Angesichts der internationalen Konkurrenz kann sich nicht jedes Bundesland einen eigenen Tiefwasserhafen bauen. Das ist nicht nur ökonomisch unsinnig, sondern auch ökologisch höchst fragwürdig“, warnt der wirtschaftspolitische Sprecher des SSW im Landtag, Lars Harms.

„Die norddeutschen Länder gewinnen nichts, wenn im Umkreis von 150 Kilometern drei Tiefwasserhäfen gegeneinander konkurrieren. Das führt nur zu Kannibalismus. Die norddeutschen Hafenstandorte können in diesem Markt nur bestehen, wenn sie gemeinsam mit dem europäischen Hafen-Riesen Rotterdam konkurrieren. Deshalb müssen die Länder endlich entscheiden, wie die Arbeitsteilung zwischen dem Hamburger Hafen, dem niedersächsischen Weser-Jade-Port und dem Brunsbütteler Hafen aussehen soll.

So lange es keine verbindliche Zusammenarbeit und keine gemeinsame Vermarktung der Häfen in der Deutschen Bucht gibt, denkt jeder nur an sich selbst und schwächt damit das Ganze. Deshalb hat der SSW im Landtag beantragt, dass die Landesregierung Bremen, Hamburg und Niedersachsen zu Gesprächen einladen soll, um die Hafen-Strategien miteinander und aufeinander abzustimmen und eine gemeinsame Organisationsform zu finden.

Wenn eine solche Zusammenarbeit funktioniert, dann können wir auch viel besser auf ökologische Belange Rücksicht nehmen und drastische Eingriffe in die Natur vermeiden. Wenn man länderübergreifend denkt, dann macht einfach keinen Sinn, die Elbe über mehr als 130 km zu vertiefen, wenn keine 150 km weiter in Wilhelmshaven ein neuer Tiefwasserhafen mit direktem Zugang zum Meer entsteht.“


Der SSW hat Ende der vergangenen Woche einen Antrag eingebracht, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, eine „Initiative zur verbesserten Kooperation der norddeutschen Nordsee-Häfen“ zu starten.

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 28.10.2026 FASD-Betroffene: Landesregierung weiß wenig und tut gar nichts

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann beim Kind lebenslange Beeinträchtigungen verursachen, die sogenannten Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD). Doch wie viele Erwachsene mit FASD in Schleswig-Holstein leben und welche Hilfsangebote ihnen zur Verfügung stehen, weiß die Landesregierung nicht. Trotzdem sieht sie keinen Bedarf für zusätzliche spezifische Maßnahmen.

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 28.10.2026 Dirschauer: Kranke Kinder brauchen ihre Eltern – keine Kürzungen

Ab 2027 droht berufstätigen Eltern eine deutliche Kürzung der Kinderkrankentage. Der SSW hat deshalb einen Antrag zur dauerhaften Sicherung der bisherigen Ansprüche in den Landtag eingebracht. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 27.10.2026 30 Jahre ECMI: Friedliches Zusammenleben ist keine Selbstverständlichkeit

Zum 30-jährigen Bestehen des European Centre for Minority Issues (ECMI) in Flensburg erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen