Press release · 19.05.2003 Fantasieloses Sparen der öffentlichen Ausgaben wird Finanzkrise verschlimmern

Zu den Ergebnissen der regionalisierten Steuerschätzung für Schleswig-Holstein sagte die Vorsitzende des SSW im Schleswig-Holsteinischen Landtages Anke Spoorendonk :

„Der SSW unterstützt die Forderung, dass die Landesregierung einen zweiten Nachtragshaushalt für 2003 einbringen muss. Angesichts der erneuten Steuerausfälle muss der Landtag Einfluss auf die Sparvorschläge der Landesregierung bekommen. Es kann nicht angehen, dass das Haushaltsloch wieder über eine Haushaltssperre gestopft werden soll,“ so Spoorendonk.
Vor dem Hintergrund des Haushaltsnotstandes der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen forderte die SSW-Abgeordnete die Bundesregierung dazu auf, endlich eine wirkliche Reform des Sozialstaates in Angriff zu nehmen: „Eine Kürzung der Leistungen von sozial Schwachen ist nicht nur ungerecht, sondern wegen der hohen Konsumquote der Betroffenen der falsche Weg, weil die Binnenkonjunktur damit noch mehr erlahmen würde. Wir müssen strukturelle Änderungen des gesamten Sozialsystems vornehmen einschließlich der Einbeziehung von größeren Einkommen in die Steuer-und Sozialsysteme. Dazu brauchen wie eine Politik, die durch zukunftgerichtete Investitionen den Teufelskreis von wirtschaftlicher Wachstumsschwäche und Anstieg der Arbeitslosigkeit durchbricht. Fantasieloses Sparen der öffentlichen Ausgaben wird die Finanzkrise nur noch verschlimmern.“
Hinsichtlich der Gemeindefinanzreform muss noch in diesem Jahr eine Lösung gefunden werden: „Wenn nicht bald was passiert, wird es nicht lange dauern, bis die ersten Kommunen auch in Schleswig-Holstein faktisch Pleite sind. Land und Bund stehen in der Pflicht, eine Gemeindefinanzreform zu beschließen, die eine angemessene finanzielle Ausstattung der Kommunen sichert,“ so Anke Spoorendonk.

Weitere Artikel

Press release · Sybilla Nitsch · 05.11.2026 Bahnverbindung nach Dänemark: Madsen ohne Züge und ohne Plan

Die Landesregierung hat keine geeigneten Ersatzzüge für die Verbindung zwischen Flensburg und Dänemark und rechnet mit einer weiteren Verlängerung des Busverkehrs. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SSW-Landtagsfraktion hervor. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · Sybilla Nitsch · 02.11.2026 LNG-Terminal Brunsbüttel droht zum nächsten Millionengrab zu werden

Eine neue Studie im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) kommt zu dem Ergebnis, dass synthetisches Methan als Ersatz für fossiles Flüssigerdgas zu ineffizient und zu teuer ist. Damit wachsen auch die Zweifel an der Zukunftsperspektive des LNG-Terminals in Brunsbüttel. Dazu erklärt die wirtschafts- und energiepolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 02.11.2026 Gesunde Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Vor den Tafeln stehen die Menschen Schlange. Doch wie viele Menschen in Schleswig-Holstein tatsächlich von Ernährungsarmut betroffen sind, weiß niemand genau. Dabei reicht das Problem weit über diejenigen hinaus, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Der SSW fordert deshalb mit einem Landtagsantrag ein landesweites Handlungskonzept gegen Ernährungsarmut. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen