Press release · Jette Waldinger-Thiering · 21.07.2016 Mit Rezepten aus dem 18. Jahrhundert ist kein Wahlkampf zu gewinnen

Zum Sommerinterview des NDR mit dem Spitzenkandidaten der CDU zur Landtagswahl, Ingbert Liebing, erklärt die bildungspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger-Thiering:

Herr Liebing will also die Schulstruktur beibehalten – Schülerinnen und Schüler sollen auch weiterhin sowohl an Gemeinschaftsschulen als auch an Gymnasien zum Abitur geführt werden. Das ist doch schon mal etwas. 

Die Lehrerinnen und Lehrer hingegen, die an den beiden Schulformen tätig sind, will er wieder gesondert ausbilden lassen. Was bedeutet das in der Konsequenz? Herr Liebing will unnötige, unattraktive und teure Doppelstrukturen. Herr Liebing will Klasse A- und Klasse B-Lehrer schaffen. Und: Herr Liebing will jenen Schulfrieden, der im Zuge des umfassendsten Bildungsdialogs, den Schleswig-Holstein je erlebt hat, entstanden ist, nach der Landtagswahl schlicht wieder aufkündigen. 

Sollte es dieser ausgemachte Irrsin gewesen sein, der zum Streit mit Liebings ehemals beauftragter Werbeagentur und schließlich zur Trennung von dieser führte, dann kann ich nur sagen: Herr Liebing hätte auf sie hören sollen. Mit Rezepten aus dem 18. Jahrhundert ist kein Wahlkampf zu gewinnen. 

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