Press release · 10.02.2010 Schuldenbremse: SSW legt Kompromissvorschlag vor

Der SSW hat für die morgige Sitzung des Finanzausschusses einen Kompromissvorschlag zur Verankerung der Schuldenbremse in der Landesverfassung vorgelegt. Er sieht vor, dass die Landesregierung verpflichtet werden soll, im Bundesrat keinen Beschlüssen zuzustimmen, die das Land weiter belasten. „Der Abbau der Neuverschuldung ist nur dann ein realistisches Ziel, wenn unsere finanzielle Situation nicht durch Steuersenkungen und andere Pläne der Bundesregierung verschlechtert wird. Deshalb muss zusätzlich zur Schuldenbremse in der Landesverfassung festgeschrieben werden, dass Schleswig-Holstein im Bundesrat nur die Hand hebt, wenn neue Belastungen vom Bund direkt finanziell kompensiert werden“, erläutert der finanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Lars Harms.

"Die notwendige Zweidrittelmehrheit im Landtag für eine Verfassungs-änderung wird nur noch zustande kommen, wenn alle Seiten sich bewegen. Deshalb hat der SSW einen Kompromiss vorgelegt, der sowohl den Zielen von CDU und FDP als auch den zusätzlichen Forderungen der Grünen und der SPD entgegenkommt. Die Sozialdemokraten haben verlangt, dass eine Schuldenbremse die Belastungen durch die Bundespolitik berücksichtigen soll. Dem kommen wir mit unserem Vorschlag entgegen. Über die Verpflichtung der Landesregierung im Bundesrat und die von den Grünen vorgeschlagene Berücksichtigung der Kommunen hinaus, soll die Landesregierung nach Ansicht des SSW ein Konzept zur Umsetzung der Schuldenbremse vorlegen, das jährlich fortgeschrieben wird. Damit kann der Landtag sehen, wie realistisch die Umsetzung der Schuldenbremse ist und sie ständig kontrollieren.

Der SSW fordert jetzt alle Fraktionen auf, ihre Schützengräben zu verlassen und sich einem Kompromiss zu öffnen. Gelingt dies nicht, dann wird es gar keine Schuldenbremse in der Landesverfassung geben“, so Harms.



Weitere Artikel

Press release · Sybilla Nitsch · 04.06.2026 Verfassungsschutzbericht: Wo endet Analyse und wo beginnt politische Agenda?

Zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2025 erklärt die innenpolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Press release · Christian Dirschauer · 04.06.2026 SSW fordert Einführung von Gehörlosengeld

Wer gehörlos ist, hat in Schleswig-Holstein bislang keinen Anspruch auf einen Nachteilsausgleich. Doch für Hilfsmittel wie Gebärdensprachdolmetscher entstehen hohe Kosten. Der SSW fordert schon lange, ein wichtiges Signal für gesellschaftliche Teilhabe zu setzen und ein Gehörlosengeld einzuführen. Nun hat die Landtagsfraktion einen Gesetzentwurf (Drucksache 20/4515) vorgelegt.

Weiterlesen

Press release · Sybilla Nitsch · 03.06.2026 Missunde III: Fehler benennen reicht nicht - die Menschen wollen Lösungen

Zur heutigen Debatte im Wirtschaftsausschuss über die anhaltenden Probleme der Schleifähre Missunde III erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen