Press release · 31.01.2014 Deutsch-dänisches Gewerkschaft-Netzwerk funktioniert

Susanne Schäfer-Quäck: „Wir dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen.“


Zum zweiten dänisch-deutschen Workshop von Betriebsräten und haupt- sowie ehrenamtlichen Gewerkschaftern in Padborg sagte Susanne Schäfer-Quäck, SSW-Fraktionsvorsitzende in Flensburg: „Der gemeinsame Arbeitsmarkt hat sich inzwischen gut etabliert. Die Beschäftigungschancen im Grenzland sind gut. Dennoch bin ich besorgt, wenn ich höre, wie einige Arbeitgeber Gesetzeslücken in den jeweiligen Ländern vor allem bei Ausländern ausnutzen.“


Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus Flensburg und Apenrade berichteten über Fälle von Lohndumping und Scheinselbständigkeit. Dagegen helfe nur eine umfassende Beratung bereits vor Arbeitsantritt. „Wir müssen diese Entwicklung aber auch politisch diskutieren. Solange ein gesetzlich festgeschriebener Mindestlohn sowohl in Dänemark als auch in Deutschland fehlt, haben die schwarzen Schafe unter den Betrieben leichtes Spiel. Sie verweisen mit falschen oder veralteten Zahlen auf das jeweilige Nachbarland. Wir dürfen uns aber nicht gegeneinander ausspielen lassen. Ich begrüße darum ausdrücklich das Angebot des Regionskontors, aktuelle Zahlen über die tatsächlichen Lohnkosten in Deutschland und Dänemark für einige Berufe zu ermitteln.“



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