Press release · 12.03.2009 Universität Flensburg: Diktat des Wissenschaftsministeriums verhindert die richtigen Reformen

Zu den heutigen Beratungen im Bildungsausschuss zur Zukunft der Universität Flensburg erklärt die Vorsitzende der SSW-Landtagsgruppe, Anke Spoorendonk:

„Es ist erfreulich, dass auch in anderen Fraktionen Stimmen laut werden, dass der Bericht der Strukturkommission der Universität Flensburg nicht eins zu eins umgesetzt werden darf. Die Strukturkommission zum Studiengang Vermittlungswissenschaften an der Universität Flensburg hat ihren Auftrag zu weit gefasst und sich Entscheidungskompetenzen angemaßt, die ihr nicht zustehen. Statt die übertragenen Aufgaben zu erfüllen, hat sie daran vorbei gearbeitet und der Universität einen Schwarzen Peter zugeschoben, der vollkommen unangemessen ist.

Leider hat das Wissenschaftsministerium sich die einseitigen Vorgaben der Strukturkommission zu eigen macht und will bis Ostern entsprechende Zielvereinbarungen mir der Uni Flensburg unterzeichnen. Durch dieses Diktat verhindert es eine strukturelle Neuordnung der verschiedenen bildungs- und erziehungswissenschaftlichen Studiengänge in Flensburg. Aus Sicht des SSW müsste in Flensburg ein Institut für Bildungswissenschaften gegründet werden, in dem die Allgemeine Pädagogik, die Erwachsenen- und Weiterbildung und ein künftiges Zentrum für Lehrerbildung zusammen arbeiten. Nur durch Kooperation und Synergien kann den Studierenden ein Studium der Vermittlungswissenschaften oder der Erziehungswissenschaften garantiert werden, das die größtmögliche Qualität in Lehre und Forschung aufweist. Durch die kritiklose Übernahme der Vorstellungen der Strukturkommission verhindert das Wissenschaftsministerium aber eine solche konzeptionellen Neuentwicklung, die wirklich zur Problemlösung beitragen kann.

Mit der kritiklosen Übernahme der teilweise unangemessenen Forderungen der Strukturkommission hinterlässt die Landesregierung einmal mehr den Eindruck, dass die Flensburger Universität so weit angeschossen werden soll, dass nach der kommenden Landtagswahl nur die Fusion mit der Universität Kiel übrig bleibt.“

Weitere Artikel

Press release · Christian Dirschauer · 11.09.2026 Versäumte Lebensmittelkontrollen: Schmachtenberg muss Farbe bekennen

Nach einer Auswertung von Foodwatch ist 2025 mehr als ein Drittel der vorgeschriebenen Lebensmittelkontrollen in Schleswig-Holstein ausgefallen. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Speech · Sybilla Nitsch · 16.09.2026 Den Sport weiter fördern statt Parallelstrukturen aufzubauen

„Wer Sportland sein will, muss auch bereit sein, die entsprechenden Ressourcen bereitzustellen. Bei stetig steigenden Kosten, auch im Sport, braucht es zusätzliche Mittel, um die formulierten Ziele nachhaltig verfolgen zu können.“

Weiterlesen

Speech · Jette Waldinger-Thiering · 16.09.2026 Schulen vor Ort unterstützen!

„Ein Mobbingverbot ist schnell erlassen und eine Anlaufstelle schnell benannt - doch wer schaut in den Klassen genauer hin, wer koordiniert die Prävention und gegebenenfalls die Opferbetreuung? Ich höre aus den Schulen, dass man sich mehr Unterstützung wünscht. Ich denke, dass wir hier ansetzen sollten.“

Weiterlesen