Pressemitteilung · 12.03.2009 Universität Flensburg: Diktat des Wissenschaftsministeriums verhindert die richtigen Reformen

Zu den heutigen Beratungen im Bildungsausschuss zur Zukunft der Universität Flensburg erklärt die Vorsitzende der SSW-Landtagsgruppe, Anke Spoorendonk:

„Es ist erfreulich, dass auch in anderen Fraktionen Stimmen laut werden, dass der Bericht der Strukturkommission der Universität Flensburg nicht eins zu eins umgesetzt werden darf. Die Strukturkommission zum Studiengang Vermittlungswissenschaften an der Universität Flensburg hat ihren Auftrag zu weit gefasst und sich Entscheidungskompetenzen angemaßt, die ihr nicht zustehen. Statt die übertragenen Aufgaben zu erfüllen, hat sie daran vorbei gearbeitet und der Universität einen Schwarzen Peter zugeschoben, der vollkommen unangemessen ist.

Leider hat das Wissenschaftsministerium sich die einseitigen Vorgaben der Strukturkommission zu eigen macht und will bis Ostern entsprechende Zielvereinbarungen mir der Uni Flensburg unterzeichnen. Durch dieses Diktat verhindert es eine strukturelle Neuordnung der verschiedenen bildungs- und erziehungswissenschaftlichen Studiengänge in Flensburg. Aus Sicht des SSW müsste in Flensburg ein Institut für Bildungswissenschaften gegründet werden, in dem die Allgemeine Pädagogik, die Erwachsenen- und Weiterbildung und ein künftiges Zentrum für Lehrerbildung zusammen arbeiten. Nur durch Kooperation und Synergien kann den Studierenden ein Studium der Vermittlungswissenschaften oder der Erziehungswissenschaften garantiert werden, das die größtmögliche Qualität in Lehre und Forschung aufweist. Durch die kritiklose Übernahme der Vorstellungen der Strukturkommission verhindert das Wissenschaftsministerium aber eine solche konzeptionellen Neuentwicklung, die wirklich zur Problemlösung beitragen kann.

Mit der kritiklosen Übernahme der teilweise unangemessenen Forderungen der Strukturkommission hinterlässt die Landesregierung einmal mehr den Eindruck, dass die Flensburger Universität so weit angeschossen werden soll, dass nach der kommenden Landtagswahl nur die Fusion mit der Universität Kiel übrig bleibt.“

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Lars Harms · 13.08.2020 Home Office steuerlich berücksichtigen!

Der SSW im Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, sich im Bundesrat für eine Änderung des Steuerrechts einzusetzen (Drs. 19/2327), damit Kosten für Heimarbeit künftig vollumfänglich als Werbungskosten absetzbar sind. Hierzu erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 12.08.2020 SSW-Abgeordneter mit vielen Aufgaben

Weiterlesen

Pressemitteilung · Jette Waldinger-Thiering · 05.08.2020 Gute Vorbereitung geht anders

Zum Pressegespräch der Bildungsministerin anlässlich des Schuljahresbeginns erklärt die bildungspolitische Sprecherin des SSW im Landtag, Jette Waldinger-Thiering:

Weiterlesen