Press release · 24.11.2020 Regionale Lösungen ermöglichen

Lars Harms spricht sich für Inzidenz-abhängige Lockerungen aus - insbesondere Gastronomie, Sportvereine, Kunst und Kultur brauchen wieder Perspektiven, so der Vorsitzende des SSW im Landtag.

Bei der Bewältigung der Coronakrise müssen auch regionale Strategien ermöglicht werden. Das meint Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Landtag.

"Die Bürgerinnen und Bürger haben wochenlang durch Rücksicht und Verzicht dazu beigetragen das Infektionsgeschehen zu bremsen. Wo die Inzidenzen niedrig sind, muss es auch möglich sein, das Alltagsleben schrittweise wieder zurück kehren zu lassen. Sonst riskieren wir, dass die Menschen resignieren", sagt Harms.

Insbesondere die Gastronomie bräuchte zügig Planungssicherheit, um drohende Insolvenzen abzuwenden. "Von Zahlen wie in München sind wir meilenweit weit weg. Der Kreis Schleswig-Flensburg verzeichnet sogar den bundesweit niedrigsten Inzidenzwert. Da muss es dann auch möglich sein, dass Familie Hansen mal wieder eine Scholle im Restaurant essen kann", so Harms. Die Gaststätten könnten schließlich auf erprobte Hygienekonzepte aus dem Sommer zurück greifen. Gleiches gelte für Museen und Kosmetikstudios.

Auch die Sportvereine und die freiwillige Kulturarbeit bräuchten dringend Perspektiven. "Sonst brechen denen die Leute weg. Und was erstmal weg ist, lässt sich nur mühsam wieder aufbauen. Wenn überhaupt", gibt der Husumer Landtagsabgeordnete zu bedenken.

Sollte es im Verlauf zu regional erhöhten Inzidenzwerten kommen, sollten Schulschließungen auch weiterhin das letzte Mittel bleiben. Auch der Besuch von Seniorenzentren, Behinderteneinrichtungen und Kinderheimen müsse gewährleistet bleiben. "Eine weitere wochenlange Isolation wie beim ersten Lockdown ist diesen Menschen nicht zuzumuten", so Harms.

"Wichtig ist zudem, dass auch Schausteller, Künstler und Veranstalter zügig angemessene Wirtschaftshilfen erhalten. Ziel darf es nicht einfach nur sein, Kunst und Kultur auf die andere Seite der Coronakrise zu bringen. Unser Anspruch muss sein, Kunst und Kultur auch in der Krise zu ermöglichen und weiter zu entwickeln", sagt der SSW-Politiker.

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