Rede · Flemming Meyer · 24.04.2004 Anke Spoorendonk. Rede auf dem SSW-Parteitag: Für uns im Norden.

Fünfzehn Kandidatinnen und Kandidaten des SSW treten in den nächsten Monaten für uns im Norden an. Unser gemeinsames Ziel ist es, das gute Wahlergebnis von 2000 zu wiederholen und in 10 Monaten wieder mit mindestens drei Abgeordneten in den Landtag einzuziehen.

Fünfzehn Kandidaten und ein vielfaches an SSW-Mitgliedern werden in fünfzehn Wahlkreisen das Gespräch mit den Menschen suchen, um sie davon zu überzeugen, den SSW zu wählen – für uns im Norden.

Fünfzehn Kandidatinnen, viele Mitglieder und viele Freunde werden im Wahlkampf deutlich machen, dass der SSW interessante und gute Lösungen für die Probleme hat, mit denen wir heute im Norden zu kämpfen haben.


Der SSW macht sich dafür stark, dass die Menschen im Norden eine Perspektive haben, dass sie hier leben und arbeiten können. Im Moment erleben wir aber wieder, dass große Arbeitgeber Arbeitsplätze in der Region vernichten, dass immer mehr Menschen wieder arbeitslos werden.

Das Land muss seine Möglichkeiten besser nutzen, indem es zukunftsträchtige Wirtschaftszweige im Norden fördern – zum Beispiel im Tourismus, in der Landwirtschaft, in der Telekommunikation und bei den erneuerbaren Energien. Wir brauchen vor allem eine gezielte Unterstützung der mittelständischen Unternehmen in der Region. Denn sie sind es, die hier dauerhaft Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. Deshalb fordert der SSW: Die Stärken des Nordens müssen besser genutzt werden.

Eine Bedingung dafür, dass wir die Touristen in den Norden einladen können und dass Unternehmen hier gute Arbeitsbedingungen finden ist aber, dass unsere Region mit anderen Regionen in Deutschland, Dänemark und Europa verbunden wird. Deshalb muss die Verkehrsanbindung des Nordens oberste Priorität haben. Bevor man eine Kilometer lange Querung über den Fehmarnbelt baut, muss erst einmal dafür gesorgt werden, dass Züge wieder die paar hundert Meter über den Nord-Ostsee-Kanal ordentlich überqueren können. Die Eisenbahnbrücken in Rendsburg und Hochdonn schnüren die Verkehrsadern ab, von denen wir leben sollen. Das muss endlich geregelt werden. Der SSW fordert, dass neue Kanalquerungen und die westliche Elbquerung endlich fertig gestellt werden, bevor die Fehmarnbelt-Verbindung gebaut wird. Wir werden nicht akzeptieren, dass man uns einerseits abschnürt und uns andererseits gleichzeitig mit dem Fehmarnbelt-Projekt vom Skandinavien-Verkehr abkoppelt.

Die alte Verbindung in die skandinavischen Länder ist überhaupt das, was die Besonderheit unserer Region ausmacht. Die wirtschaftliche Entwicklung im Norden Schleswig-Holsteins wird auch davon abhängen, ob wir endlich gemeinsam mit unseren Nachbarn in Dänemark die Stärken teilen können. Sonntagsreden über die Zusammenarbeit im Grenzland haben wir alle bis zum Abwinken gehört. Der SSW fordert eine konkrete grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Ausbildung und wirtschaftliche Entwicklung. Nur wenn wir zum Beispiel bei den Hochschulen, Häfen und Flughäfen kooperieren, können wir die Ressourcen wirklich ausnutzen, die beiderseits der Grenze vorhanden sind. Wir müssen diese Stärken bündeln, damit der Norden wieder stark wird.


Der SSW fordert, dass Schleswig-Holstein wieder den Blick Richtung Norden lenkt, denn dort gibt es nicht nur gute Kooperationspartner. Unsere skandinavischen Nachbarn machen uns vieles vor, das frischen Wind in die verkorksten Reformdiskussionen in Deutschland bringen kann. Wer einmal Einblick in das Leben nördlich der Grenze bekommen hat, der weiß, dass es dort etwas zu lernen gibt. Wir können vor allem sehen, wie man ohne Ideologie und parteipolitische Grabenkämpfe einige der großen Probleme lösen kann, vor denen wir stehen.
Der SSW will eine solidarische Gesellschaft, in der soziale Gerechtigkeit wirklich gelebt wird. Wir können aus Skandinavien lernen, dass eine sozial gerechtere und pädagogisch bessere Schule machbar ist. Deshalb fordern wir die flächendeckende Einführung der ungeteilten Schule bis zur zehnten Klasse.
Der SSW will eine aktive Arbeitsmarktpolitik nach dänischem Vorbild. Arbeitslosigkeit bekämpft man nur, indem man die Menschen gut ausbildet. Das hat rot-grün in Berlin nicht verstanden, sonst würden sie nicht die Menschen zwingen, unterbezahlte Jobs anzunehmen. Und das hat schon gar nicht die CDU kapiert, wenn sie die Sozialhilfe noch weiter kürzen will. Die allermeisten Menschen sind nicht arbeitslos, weil sie zuviel Unterstützung bekommen, sondern weil ihnen zu wenig geholfen wird. Der SSW fordert: Jeder Arbeitslose muss nach einem Jahr Anspruch auf ein Jobangebot, auf Weiterbildung, Qualifizierung oder Ausbildung bekommen – ein Angebot, das er dann auch annehmen muss.

Außerdem muss man in Deutschland endlich verstehen, dass eine ordentliche Kinderbetreuung die Voraussetzung dafür ist, dass der Arbeitsmarkt ordentlich funktioniert. Frauen mit Kindern können nur Arbeit finden und behalten, wenn ihnen ein gutes Betreuungsangebot zur Verfügung steht. Kindertagesstätten sind das Fundament dafür, dass Kinder und ihre Eltern Chancengleichheit haben. Deshalb fordert der SSW ein Recht auf einen Betreuungsplatz für alle 0- bis 6- Jährigen.


SSW er det danske mindretals og frisernes parti. Vi henter meget inspiration til vores politiske arbejde nordfra. Det gør vi, for at sikre gode levevilkår for os i Sydslesvig. Fundamentet for vores politik er at sikre vores sociale og kulturelle eksistens i vores hjemstavn. Det er de briller, vi ser verden med.

SSW kæmper for, at Sydslesvigs kulturelle mangfoldighed endelig får den status, den har fortjent. Dertil hører selvfølgelig at vore børn og unge bliver behandlet på samme måde som deres jævnaldrende i flertalsbefolkningen. Det er i ordets dybeste forstand en hjertenssag for os, at de danske skoler endelig ligestilles med med de offentlige skoler, for skolerne er mindretallets hjerte og garant for dets eksistens.

Vi kan ikke leve uden skolerne og uden vore kulturelle institutioner som f. eks. voksenundervisningen, bibliotekerne eller det mangfoldige kulturelle tilbud. Regionen har brug for os, fordi vi er med til at sikre det, der er Sydslesvigs sjæl. Derfor kræver vi: Landet, amter og kommuner skal endelig stå ved deres økonomiske ansvar for mindretallets kulturliv og øge støtten, så vi bliver ligebehandlet.

Dertil hører for SSW også, at regionens mindretalssprog dansk og frisisk bliver mere synlige i det offentlige rum. Det er ikke nok, når nogle tyske partier får øjnene op for at det danske og det frisiske har en turistisk værdi og på den måde spiller en økonomisk rolle. Mindretallene er en del af regionens identitet. Det er vore sprog i vores hjemstavn og det skal som sådant være mere synligt. Derfor kræver vi, at det bliver en del af hverdagen i Sydslesvig, bl. a. ved at sprogene bruges mere af det offentlige og anerkendes som en særlig kvalifikation på arbejdsmarkedet.


SSW har i de sidste fire år kæmpet for mindretallet og for de værdier, som det står for: det regionale, det nordiske menneskesyn og solidariteten. Vi har haft gode muligheder for at tage fat på disse emner, at få dem sat på den politiske dagsorden og ud i offentligheden. Det har vi kunnet, fordi vi med tre landdagsmedlemmer har forudsætningerne for at tage mange emner op og være mange steder samtidigt.

SSW havde et kanonvalg i år 2000, fordi vi også blev interessante for vælgere, der ikke tidligere har kunnet sætte deres kryds ved SSW. Vi har i landdagen gjort vores til at leve op til de forventninger, der blev sat i os af over 60.000 vælgere. Men ved det kommende valg afhænger SSWs mandater ikke alene af tilfredse vælgere. Landdagen bliver mindre i den kommende valgperiode. Derfor kræver det en ekstra indsats af os alle, hvis der fra 2005 stadig skal sidde mindst tre SSW-landdagsmedlemmer i Kiel.

Desværre er mange mennesker for tiden stærkt frustrerede over politikkerne. Mange vil nok overveje, om de overhovedet skal gå til valg. Men vi skal ikke forvente at SSW vinder sympatistemmer, bare fordi de store partier er upopulære. Den tand har vi fået trukket ved kommunalvalget, der for nogle af os gjorde rigtigt ondt.

Derfor er det mere end nogensinde nødvendigt at overbevise folk. - At fortælle dem at vi er et parti, som det kan betale sig at gå til valg for.

I har nu valgt femten personer der skal stå i spidsen for SSWs kamp om borgernes sympati og deres stemmer. Jeg er sikker på at alle femten vil tage imod denne udfordring med ildhu. Men ligegyldigt hvor engangerede vi er - femten kandidater alene kan ikke overbevise titusinde mennesker. Derfor har vi brug for jer alle. Vi beder om jeres understøttelse – for os i Sydslesvig.

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