Pressemitteilung · Jette Waldinger-Thiering · 07.09.2018 Berufliche Bildung gehört ins Bildungsressort

Zur wiederholten Kritik der GEW an den Plänen der Jamaika-Regierung, die berufliche Bildung mit einem Institut ins Wirtschaftsministerium zu verlagern, erklärt die bildungspolitische Sprecherin des SSW Landtag, Jette Waldinger-Thiering:

Die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein kommt seit vielen, vielen Jahren zu kurz. Mit der Küstenkoalition haben wir nach umfangreichem Bildungsdialog einen Kurs der Aufwertung und Ressourcenbündelung eingeschlagen. Die neue Landesregierung verlässt diesen Kurs, wenn sie die berufliche Bildung dem Wirtschaftsressort unterordnet. Es mag das gute Recht der Jamaika-Koalition sein die Empfehlungen und Warnungen ausgewiesener Bildungsexperten in den Wind zu schlagen und alles anders zu machen. Wem dies am Ende nützen soll, bleibt indes schleierhaft. 

Denn wozu eine an spontane wirtschaftliche Bedarfe ausgerichtete Bildungspolitik führt, haben wir ja bei G8/G9 gesehen: „Rein in die Kartoffeln - raus aus den Kartoffeln“. 

Die berufliche Bildung gehört ins Bildungsressort. Ich hätte nicht gedacht, dass wir dies einmal klarstellen müssten. Insofern stimme ich der Kritik der GEW ausdrücklich zu. 

Weitere Artikel

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 24.09.2021 Ganztagsbetreuung im Dialog mit den Betroffenen planen

„Wir brauchen ein Konzept, von dem alle Schülerinnen und Schüler des Landes profitieren.“

Weiterlesen

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 23.09.2021 Perspektiven für die Landwirtschaft schaffen

„Als SSW wollen wir in 2040 eine Landwirtschaft, die bäuerlich geprägt ist, die ressourcenschonend und nachhaltig arbeitet. Die die Aspekte des Tierwohls, der Biodiversität, des Gewässer- und Bodenschutzes stärker berücksichtigt. Die es mit den Herausforderungen des Klimawandels und der Wetterextreme aufnehmen kann… Aber unsere Gesellschaft muss der Landwirtschaft auch entgegenkommen, für lau ist es nicht umsetzbar.“

Weiterlesen

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 23.09.2021 Gendersprache: Sie eskalieren an der Wirklichkeit vorbei

„Geschlechtersensibler Sprachgebrauch dringt von unten hervor und bahnt sich seinen Weg durch die Instanzen. Ein Erlass allerdings, der dieser Sprachentwicklung nun so hart einen Riegel vorschiebt, will nicht mehr Teil eines Diskurses sein, sondern diesen beenden.“

Weiterlesen