Pressemitteilung · 18.07.2025 Kiel braucht Wohnraum in Suchsdorf-West

Zu der Diskussion um den drohenden Verlust der geplanten Wohnungen in Holtenau-Ost und die Suche nach anderen für den Wohnungsbau geeigneten Flächen erklärt der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Die gestrige Ratsversammlung nahm in der zweiten Hälfte einen hektischen Verlauf. Dies nutzte die Kooperation, um leise und möglichst unbemerkt einen Änderungsantrag der Verwaltungsvorlage ‚Neuaufstellung des Regionalplans für den Planungsraum II: Stellungnahme der Landeshauptstadt Kiel zum zweiten Entwurf des Regionalplans (Drs. 0642/2025-1)‘ durchzubringen. Der Inhalt dieses Änderungsantrags (Drs. 0776/2025-1) der Kooperation macht fassungslos. Darin wird beantragt, dass in der Stellungnahme der Verwaltung zur Regionalplanung zwei elementare Sätze zu streichen: Die Landesplanungsbehörde lehnt die Rücknahme des regionalen Grünzugs westlich Suchsdorf-West unverändert ab. Die Landeshauptstadt Kiel erneuert ihre Forderung als Oberzentrum, dass ihr auch ohne vorherige kommunale Planung auf der vorlaufenden Planungsebene der Regionalplanung dieser (einzig verbliebene) Entwicklungsraum aktiv ermöglicht wird und bittet deshalb um erneute Prüfung der Position der Landesplanungsbehörde.

Das bedeutet, dass die Stadt nach dem Willen von Grün-Rot im Dialog mit dem Land zur Regionalplanung auf Suchsdorf-West als Reservefläche für den Wohnungsbau verzichten soll. In derselben Sitzung, in der über den drohenden Verlust von Holtenau-Ost diskutiert wurde! Der Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat in seiner Rede zu Holtenau-Ost erklärt, dass ihm das Herz blute, Redner der Kooperation haben betont, dass mehr als zwei Drittel des Wohnungsbedarfs in Kiel mit dem Projekt Holtenau-Ost abgedeckt werden sollten. Ulf Kämpfer hatte in der aktuellen Stunde zu Holtenau-Ost deutlich gemacht, dass nicht möglich sein wird, an Holtenau-Ost festzuhalten, wenn die Marine einen zwingenden Bedarf nachweisen kann und das dieser Nachweis durchaus möglich erscheint. 

Eine vorausschauende Kommunalpolitik hätte beim Wohnungsbau nicht beinahe alles auf die Karte Holtenau-Ost gesetzt, sondern das Risiko auf mehrere Gebiete verteilt. Die Kooperation muss sich vorwerfen lassen, eine unnötig riskante und unflexible Strategie beim Wohnungsbau verfolgt zu haben – wenn man hier überhaupt von Strategie sprechen kann. Aber dann auch noch die einzige Reservefläche – das Gelände Suchsdorf-West – bei der Regionalplanung als nicht erforderlich einzustufen und damit eine spätere Aktivierung als Wohnbaufläche zu sabotieren, ist zum jetzigen Zeitpunkt ein kommunalpolitisches Versagen. Die Kooperation wird ihrer Verantwortung nicht gerecht, dafür zu sorgen, dass die Landeshauptstadt Kiel beim Wohnungsbau handlungsfähig bleibt. Das wird fatale Auswirkungen für die mittel- und langfristige Entwicklung des Wohnraums in Kiel haben.“

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