Pressemitteilung · 06.05.2010 Der SSW fordert ein klares Bekenntnis zur Universität Flensburg

Der SSW fordert vom Landtag ein klares Bekenntnis zum Fortbestand der Universität Flensburg. „Man kann sich darüber unterhalten, wie der Hochschulstandort Flensburg organisatorisch und inhaltlich besser aufgestellt werden kann, aber es muss klar sein, dass die Uni Flensburg auf keinen Fall zu einer Pädagogischen Hochschule zurückgestutzt werden darf. Das wäre für den Norden des Landes wirtschaftlich und kulturell eine Katastrophe“, warnt die Vorsitzende der SSW Landtagsfraktion, Anke Spoorendonk. Sie hat für die Landtagstagung am 19. Mai einen Antrag eingebracht, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, die wirtschaftswissenschaftlichen, vermittlungswissenschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Studiengänge an der Universität Flensburg zu erhalten.

„Bildung ist der wichtigste Rohstoff unserer nördlichen Region. Deshalb ist es entscheidend für den Standort, dass die Hochschulen in Flensburg erhalten und weiter entwickelt werden. Ansonsten droht die Abkopplung von der wirtschaft-lichen Entwicklung, die mehr denn je von Bildung, Weiterbildung und einem engen Austausch zwischen regionalen Hochschulen und regionaler Wirtschaft abhängt. Durch einen Rückschnitt der Uni Flensburg würde zudem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Flensburg und der Syddansk Universitet erdrosselt, die für ganz Schleswig-Holstein von strategischer Bedeutung ist.

Dass es am Hochschulstandort Flensburg in Zukunft anders weitergehen muss als heute, ist allen klar. Es gibt aber eine Reihe von versprechenden Perspektiven, von einer stärkeren Kooperation der Flensburger Hochschulen bis hin zur Einrichtung eines grenzüberschreitenden Forschungszentrums unter der Beteiligung der Syddansk Universitet, der Universität Flensburg und der Fachhochschule Flensburg, die sowohl den bildungspolitischen als auch den wirtschaftspolitischen Zielen des Landes viel eher gerecht werden. Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, die Diskussion um eine massive Kürzung zulasten der Universität Flensburg umgehend zu beenden und sich klar zur Zukunft des nördlichsten Hochschulstandortes zu bekennen. In zwei Wochen hat sie nun im Landtag die Gelegenheit dazu.“

Anke Spoorendonk will sich nun im Dialog mit Landtagskollegen, Kommunen, der regionalen Wirtschaft und anderen dafür einsetzen, dass der Hochschulstandort Flensburg nicht zum Opfer der Haushaltskonsolidierung wird. Gleichzeitig will der SSW mit einer Kampagne die Öffentlichkeit für die Sache gewinnen. „Der Norden braucht seine Universität Flensburg. Deshalb können und werden wir in dieser Sache nicht locker lassen unseren Teil dafür tun, alle Verbündeten im Norden zu mobilisieren“, verspricht die SSW-Fraktionschefin.

Weitere Artikel

Pressemitteilung · Sybilla Nitsch · 05.11.2026 Bahnverbindung nach Dänemark: Madsen ohne Züge und ohne Plan

Die Landesregierung hat keine geeigneten Ersatzzüge für die Verbindung zwischen Flensburg und Dänemark und rechnet mit einer weiteren Verlängerung des Busverkehrs. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SSW-Landtagsfraktion hervor. Hierzu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Sybilla Nitsch · 02.11.2026 LNG-Terminal Brunsbüttel droht zum nächsten Millionengrab zu werden

Eine neue Studie im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) kommt zu dem Ergebnis, dass synthetisches Methan als Ersatz für fossiles Flüssigerdgas zu ineffizient und zu teuer ist. Damit wachsen auch die Zweifel an der Zukunftsperspektive des LNG-Terminals in Brunsbüttel. Dazu erklärt die wirtschafts- und energiepolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Sybilla Nitsch:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 02.11.2026 Gesunde Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Vor den Tafeln stehen die Menschen Schlange. Doch wie viele Menschen in Schleswig-Holstein tatsächlich von Ernährungsarmut betroffen sind, weiß niemand genau. Dabei reicht das Problem weit über diejenigen hinaus, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Der SSW fordert deshalb mit einem Landtagsantrag ein landesweites Handlungskonzept gegen Ernährungsarmut. Dazu erklärt der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen