Pressemitteilung · 19.09.2018 Die Menschen auf Helgoland dürfen nicht von der Post abgehängt werden

Die Deutsche Post AG will ihren Service auf Helgoland erheblich einschränken. Das wäre eine extreme Benachteiligung der Inselbewohner, schreibt Lars Harms, Vorsitzender des SSW im Landtag, in einem Brief an den Deutsche Post-Vorstand.

Nach den Plänen der Deutschen Post AG soll die Postbank-Filiale im Unterland Helgolands ganz aufgelöst und die Öffnungszeiten der Postfiliale am Zollamt verkürzt werden. Durch eine solche Strukturentscheidung würden die Helgoländer Bürgerinnen und Bürger „extrem gegenüber allen anderen Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland benachteiligt“, schreibt der Husumer Landtagsabgeordnete in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG, Dr. Frank Appel. 

Hierin macht Lars Harms auf die besondere Situation Helgolands aufmerksam: Sie sei die einzige Hochseeinsel Deutschlands und 80 Kilometer vom Festland entfernt. „Dort kann man eben nicht einfach auf andere Standorte ausweichen“. 

Da der Betrieb des Paket- und Briefversands auf der Insel überhaupt nur durch zusätzliche Einnahmen aus dem Postbank-Geschäft attraktiv sei, drohe schlimmstenfalls ein Domino-Effekt. Damit würden die Inselbewohner unverhältnismäßig hart ausgeschlossen, so Harms. 

Als im staatlichen Eigentum befindliches Unternehmen habe die Deutsche Post AG eine besondere Verantwortung, den Versorgungsauftrag mit Dienstleistungen sicherzustellen. „Ich bitte Sie daher darum, die angedachten Strukturentscheidungen noch einmal zu überdenken (...) und Ihren Service uneingeschränkt aufrecht zu erhalten“, appelliert der SSW-Abgeordnete abschließend an Appel. 

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