Rede · Jette Waldinger-Thiering · 24.02.2023 Kleine Kulturinitiativen dürfen nicht leer ausgehen

„Laut Antrag - soll für die Auszahlung der Fördermittel ein unkompliziertes Antragsverfahren auf den Weg gebracht werden - herrlich! Dann gilt bisher scheinbar ein viel zu kompliziertes Antragsverfahren. Aber müssen wir das wirklich hier im Plenum diskutieren?“

Jette Waldinger-Thiering zu TOP 33 - Schleswig-Hosteinische Kulturinstitutionen umfassend unterstützen (Drs. 20/719)

Wir freuen uns, dass wir über den vorliegenden Antrag der Koalitionspartner, den Fokus auf die aktuelle Fördersituation von kleinen und großen Kulturinstitutionen- und Angeboten richten.
Die Pandemiejahre haben den Kulturschaffenden schon genügend zu gesetzt.  
Die Energiekrise führt erneut zu einer großen Herausforderung für die Kulturlandschaft in Schleswig-Holstein. Seit einigen Tagen können nun die Anträge auf Fördermittel des Kulturfonds Energie des Bundes gestellt werden. Wenn wir uns die Förderkriterien des Energiefonds des Bundes anschauen, werden bereits eine große Menge an Kulturangeboten abgedeckt, die unter den gestiegenen Energiekosten leiden.
Da die Antragsstellung erst seit einigen Tagen läuft, zeichnet sich noch kein klares Bild davon ab- welche Kulturangebote tatsächlich durchs Raster fallen.
Mutmaßlich werden es die eher kleinen Kulturinitiativen sein, die leer ausgehen.
Wie schon bei den Corona Unterstützungen, trifft es vielleicht wieder besonders die bildenden Künste oder Kulturangebote, die über große Bildungseinrichtungen angeboten werden und somit die Förderkriterien nicht erfüllen können.
Hier sollte dann die Landesregierung Gelder aus dem 8-Punkte Entlastungspaket bereitstellen, um mit finanzieller Unterstützung einzuspringen. Laut Antrag - soll für die Auszahlung der Fördermittel ein unkompliziertes Antragsverfahren auf den Weg gebracht werden - herrlich! Dann gilt bisher scheinbar ein viel zu kompliziertes Antragsverfahren.  Aber müssen wir das wirklich hier im Plenum diskutieren?

Aufgrund der breiten Antragsberechtigung seitens der Bundesgelder, kann es sich bei den nichtberücksichtigen Anträgen nicht um Unsummen handeln.
Hierfür wurden bereits Richtlinien angekündigt- die dann ja hoffentlich zielgerichtet im Sinne unserer Kulturangebote in Schleswig-Holstein formuliert sein werden und auch die kleinen Initiativen berücksichtigen.
Wir sollten auf jeden Fall den Auszahlungsprozess genau beobachten und mit den Kulturverbänden und Kulturorganisationen im engen Austausch evaluieren. Sobald wir dann genauere Informationen und Fakten zur Bedarfslage haben- müssen die Unterstützungsforderungen an das Land angepasst werden.

Weitere Artikel

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 19.06.2026 Es muss noch mehr in Bildung investiert werden!

„In anderen Ländern ist es selbstverständlich, dass Bildung einen großen Teil des Haushalts vereinnahmt um ausreichend Personal an Schulen zu finanzieren. Deshalb hoffe ich, dass wir auch in Schleswig-Holstein großzügig und transparent in der Planstellenzuweisung für Schulen agieren.“

Weiterlesen

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 19.06.2026 Rede zu Protokoll gegeben: Belohnungsstempel reichen hier nicht aus

„Die Bildungsstrukturen sind am Limit ihrer Belastbarkeit, wenn wir hier noch mehr Engagement einfordern, dann muss auch die Bereitschaft da sein mehr finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen.“

Weiterlesen

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 17.06.2026 Modellprojekt „Grundschule bis zur Klasse sechs“ für die Westküste

„Aktuell kämpfen im mittleren Nordfriesland mindestens drei Gemeinden für den Erhalt ihrer Grundschule, da sie nicht genug Kinder beschulen. Hier könnte doch ein Modellprojekt „Grundschule bis zur Klasse sechs“ die Rettung sein. Das würde auch die Gemeinschaftsschule in Bredstedt und die Gymnasien in Niebüll und Husum entlasten.“

Weiterlesen