Pressemitteilung · 01.04.2010 Kompromiss zur Rückkehr des Idstedtlöwen

des „Löwen von Idstedt“ schlägt der SSW nun eine Kompromisslösung vor. „Die Rückkehr des dänischen Siegerdenkmals an seinen ursprünglichen Ort hat im Grenzland für Aufregung gesorgt. Deshalb fordern wir, dass ein Standort gewählt wird, der stärker die Aussöhnung zwischen Deutschen und Dänen zum Ausdruck bringt“, erklärt die Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Anke Spoorendonk.

„In meinen Augen wäre der optimale Standort neben dem Bismarck-Denkmal auf dem Aschberg bei Eckernförde. Das Zusammenbringen der beiden nationalen Symbole an diesem Ort könnte wie nirgendwo sonst verdeutlichen, dass wir die Differenzen des 19. Jahrhunderts überwunden haben. Die moderne Denkmalforschung weist immer wieder darauf hin, dass die Menschen heute klare Botschaften brauchen, die ohne langwierige historische Erläuterungen auskommen. Die Vereinigung des eisernen Löwen und des eisernen Kanzlers wäre ein solches klares Signal des Aussöhnung, das mit dem Händehalten von Kohl und Mitterand in Verdun vergleichbar wäre und europaweit Vorbildcharakter hätte.“

Anke Spoorendonk kündigt an, dass der SSW nun Gespräche mit der Landesregierung und der dänischen Regierung in Kopenhagen führen wird, um bis zum Umzug im Herbst eine positive Entscheidung für den Standort am Aschberg zu erreichen. „Ich bin zuversichtlich, dass unsere Argumente überzeugen werden“, sagt die SSW-Frontfrau.


Hintergrund
Der Löwe von Idstedt (auch: Flensburg Löwe) wurde vom dänischen Bildhauer Hermann Wilhelm Bissen als Denkmal für den Sieg der dänischen Truppen über die Preußen in der Schlacht bei Idstedt (25. Juli 1850) geschaffen und 1862 auf dem Alten Friedhof in Flensburg aufgestellt. Nach der Annexion durch Preußen 1864 wurde er demontiert und 1867 nach Berlin gebracht. 1945 zog der Idstedt-Löwe von Berlin nach Kopenhagen um, von wo er im Herbst 2010 nach Flensburg zurückkehren soll. Eine Zinkkopie aus dem Jahr 1874 steht heute noch in Berlin-Wannsee.

Diese Pressemitteilung war ein APRILSCHERZ!

Weitere Artikel

Flemming Meyer

Pressemitteilung · Flemming Meyer · 03.07.2019 Verantwortungsvolle Drogenpolitik sieht anders aus

Zum heutigen Bericht der Lübecker Nachrichten zur Rauschgiftkriminalität erklärt der gesundheits- und sozialpolitische Sprecher des SSW im Landtag, Flemming Meyer:

Weiterlesen
Lars Harms am Meer

Pressemitteilung · Lars Harms · 26.06.2019 In immer mehr Kitas wird Dänisch, Friesisch und Niederdeutsch gesprochen

Seit 2017 können Kreise und kreisfreie Städte Landeszuschüsse für die Sprachbildung in Regional- und Minderheitensprachen in Kindertageseinrichtungen beantragen. Und erneut zeigt sich: Das auf Initiative des SSW ins Leben gerufene Förderprogramm ist ein voller Erfolg.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Lars Harms · 25.06.2019 Jamaika darf Fehlentscheidung des Bundes nicht einfach den Kommunen aufbürden

Zu den im Haushaltsentwurf 2020 geplanten Kürzungen bei den Integrationsmitteln erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Weiterlesen