Pressemitteilung · 19.10.2000 Krankenhausplanung: Nordfriesland kann mit dem Ergebnis leben

Anlässlich der Beratung des Landtages über die Krankenhausplanung des Landes erklärt der nordfriesische Landtagsabgeordnete, Lars Harms:

"Ich freue mich, dass der geplante Abbau von Krankenhauskapazitäten in Nordfriesland in den nächsten Jahren nicht so stark ausfällt, wie wir unsprünglich erwartet haben. Wir können mit der jetzt geplanten Stillegung von 41 von insgesamt 819 Betten im Jahr 2001 und voraussichtlich weitere 56 Betten bis 2005 leben. Es ist auch gut, dass die Gynäkologie und Geburtshilfe in Niebüll als Belegabteilung erhalten bleibt. Das sind alles nachvollziehbare Änderungen, die keine Verschlechterung der Versorgung bringen werden. Schade ist nur, dass die ursprünglich vorgeschlagene Geriatrie am Kreiskrankenhaus in Husum vorläufig nicht verwirklicht werden kann. Das wäre nur gegangen, wenn die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein schon jetzt zu härteren Reformen bereit gewesen wären."

Harms warnt davor zu glauben, das Thema Krankenhausplanung sei jetzt vom Tisch:

"Ab 2003 gibt es die neue leistungsbezogene Abrechnung. Die Krankenhäuser werden sich auch in Nordfriesland dafür warm anziehen müssen. Das geht nur, wenn man noch mehr als jetzt zusammenarbeitet und sich auf ambulante Behandlungsfolgen einstellt. Die Krankenhäuser werden kaum überleben können, wenn sie sich nicht auf die neuen Bedingungen einstellen. Ich bin aber sicher, dass die nordfriesischen Krankenhäuser das schaffen."

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