Pressemitteilung · 09.02.2007 Landesregierung soll sich für kontrollierte Heroinvergabe einsetzen

Der SSW fordert die Landesregierung auf, sich im Bundesrat für die Fortsetzung der kontrollierten Heroinvergabe in Deutschland einzusetzen. „Wenn der Bund nicht bis Mitte 2007 eine neue Rechtsgrundlage geschaffen hat, dann werden die betroffenen Schwerstabhängigen wieder in die Hände von kriminellen Dealern entlassen, die verunreinigtes Heroin zu horrenden Preisen verkaufen. Die Folgen wären Gesundheitsschäden, soziale Verwahrlosung und Kriminalität. Das kann niemand ernsthaft wollen“, begründet der gesundheitspolitische Sprecher des SSW im Landtag, Lars Harms einen entsprechenden Landtags-Antrag des Südschleswigschen Wählerverbandes.

„Mit der kontrollierten Verabreichung des synthetischen Heroins erreichen wir eine Gruppe von Schwerstabhängigen, die mit den herkömmlichen Behandlungsmethoden wie der Methadontherapie nicht erreicht werden kann. Diese Behandlung bietet die Chance, die soziale und gesundheitliche Verelendung der betroffenen Menschen zu vermeiden sowie erhebliche gesellschaftliche Folgekosten im Gesundheitswesen und durch Beschaffungskriminalität zu reduzieren. Trotzdem lehnt die CDU/CSU im Bundestag eine Verstetigung des laufenden Modellversuchs wegen ideologischer Bauchschmerzen ab.

Nicht ohne Grund fordern aber auch CDU-regierte Großstädte die Fortsetzung der kontrollierten Heroinvergabe, denn sie haben längst erkannt, dass diese Behandlungsmethode ihnen ein wirkungsvolles Instrument zur Bekämpfung der Drogenprobleme an die Hand gibt.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die betreffenden Großstädte und auch die betroffenen CDU-regierten Bundesländer setzen darauf, dass der Bundesrat noch eine Verlängerung der kontrollierten Heroinvergabe herbeiführen kann. Die schleswig-holsteinische Landesregierung muss ihres dazu beitragen, dass dort die Vernunft über die Ideologie siegt“, fordert der SSW-Abgeordnete Harms.


Den Antrag des SSW finden Sie auf der Homepage www.ssw.de unter Presservice / Download / Textservice

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 05.03.2021 Mission Berlin: Parteitag am 8. Mai soll über Spitzenkandidatur entscheiden

Der Landesvorstand des SSW hat auf seiner gestrigen Sitzung beschlossen, den ursprünglich für den 27. März geplanten außerordentlichen Landesparteitag auf den 8. Mai 2021 zu verschieben. Der Parteitag soll in Präsenz in oder außerhalb der A.P. Møller Skolen in Schleswig stattfinden.

Weiterlesen
Lars Harms am Meer

Pressemitteilung · Lars Harms · 03.03.2021 Die AfD ist Gift für Deutschland

Zu Medienberichten, wonach das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD nun bundesweit als Verdachtsfall eingestuft hat, erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Weiterlesen

Rede · Lars Harms · 26.02.2021 Rede zu Protokoll gegeben Erneuerbare Energien schaffen Wertschöpfung in der Region

"In einer Studie von 2017 des „Forum Ökologische-Soziale Marktwirtschaft“ wurde untersucht, wie hoch die Förderung fossiler Energieträger im Zeitraum 1970 bis 2016 waren. Demnach lag die gesamte reale Förderung für Atomenergie, Steinkohle und Braunkohle bei 674 Milliarden Euro."

Weiterlesen