Pressemitteilung · 15.08.2009 Landtagswahl: Anke Spoorendonk abermals an der Spitze des SSW

Die SSW-Landtagsabgeordnete Anke Spoorendonk ist zur Spitzenkandidatin des SSW für die Landtagswahl am 27. September nominiert worden. 83 der 86 Delegierten eines SSW-Parteitags heute in Tarp stimmten für die 61jährige Studienrätin aus Harrislee, die seit 1996 die dänisch-friesische Regionalpartei im Landtag vertritt.

Listenplatz 2 erhielt der Betriebswirt Lars Harms aus Husum, der seit 2000 Landtagsabgeordneter ist. Den dritten Platz belegt die Rechtsanwältin Silke Hinrichsen aus Flensburg, die den SSW bereits von 2000 bis 2005 gemeinsam mit Spoorendonk und Harms im Landesparlament vertrat. Neu auf dem vierten Listenplatz ist der SSW-Parteivorsitzende Flemming Meyer aus Handewitt.

Nach der Nominierung erklärte Anke Spoorendonk, das Wahlziel des SSW seien mindestens drei Landtagsmandate. Gegenwärtig ist der SSW mit zwei Abgeordneten im Landesparlament vertreten. Könne der SSW wie 2005 bei der Mehrheitsbildung eine entscheidende Rolle spielen dann werde er selbstverständlich seine Stimmen in die Waagschale werfen. Das sei sein demokratisches Recht und seine demokratische Pflicht, sagte die SSW-Spitzenkandidatin.

"Der SSW wird sich nicht um jeden Preis an einem Regierungsbündnis beteiligen. Entscheidend ist für uns, dass in den kommenden Jahren der Norden des Landes wirtschaftlich und strukturell gestärkt wird dass die soziale Gerechtigkeit nach skandinavischem Vorbild im Mittelpunkt der Regierungspolitik steht und dass die Minderheitenpolitik des Landes fortentwickelt wird. Außerdem muss ein CO2-Endlager in Schleswig-Holstein ohne Wenn und Aber verhindert werden. Wenn andere Parteien dem zustimmen können, dann kann es etwas werden mit uns. Wenn nicht, dann nicht."

Für den SSW sei es kein Vorteil, dass die Bundestagswahl und die Landtagswahl am 27. September gleichzeitig stattfinde, sagte Spoorendonk: "Natürlich wird es im zunehmenden Getöse des Bundestagswahlkampfs nicht ganz einfach, als regionale Partei Gehör zu finden. Der SSW kann zwar keine Bundesprominenz einfliegen, die Glanz in unsere Hütte bringt und den Showeffekt unseres Wahlkampfs steigert. Aber dafür müssen wir auch nach dem Wahlkampf keine Rücksicht auf die Parteitaktik einer Bundespartei oder auf andere Interessen nehmen, die mit unserem Land nichts zu tun haben. Das ist unsere Stärke. Der SSW macht Politik nur für den Norden. Wir sind näher dran am Norden! Das ist das Pfund, mit dem wir im Wahlkampf wuchern werden", kündigte die frisch nominierte Spitzenkandidatin kämpferisch an.


Pressefotos aller Kandidatinnen und Kandidaten des SSW, die Landesliste, die Belegung der Wahlkreise und die vollständigen Reden Anke Spoorendonks finden Sie in unserem
Presseservice


Die Landesliste des SSW zur Landtagswahl am 27. September 2009

1. Anke Spoorendonk, Harrislee - Wahlkreis 5, Flensburg Land
2. Lars Harms, Husum - Wahlkreis 3, Husum Eiderstedt
3. Silke Hinrichsen, Flensburg - Wahlkreis 4, Flensburg
4. Flemming Meyer, Handewitt - Wahlkreis 7, Schleswig
5. Jan Hundsdörfer, Idstedt - Wahlkreis 6, Schleswig Nord
6. Jette Waldinger-Thiering, Eckernförde - Wahlkreis 10, Eckernförde
7. Mogens Langberg Lesch, Niebüll - Wahlkreis 1, Südtondern
8. Antje Danker, Kiel - Wahlkreis 15, Kiel Nord
9. Rüdiger Schulze, Kiel - Wahlkreis 13, Rendsburg Ost
10. Susanne Rignanese, Husum - Wahlkreis 2, Husum Land
11. Bjørn Ulleseit, Harrislee
12. Anke Joldrichsen, Kiel - Wahlkreis 26, Pinneberg Nord (Helgoland)
13. Edgar Möller, Flensburg
14. Hartmut Steins, Eckernförde - Wahlkreis 11, Rendsburg
15. Hauke Paulsen, Kiel - Wahlkreis 12, Rendsburg Süd

Weitere Artikel

Rede · Jette Waldinger-Thiering · 14.11.2019 Neue Beschäftigungsmodelle und mehr Gleichberechtigung an den Hochschulen

Wir sollten uns nicht daran gewöhnen, dass befristete Arbeitsverträge und Projektfinanzierungen immer noch die Regel und nicht die Ausnahme sind.

Weiterlesen
Flemming Meyer

Rede · Flemming Meyer · 14.11.2019 Der Schlachthof-Bericht ist eine Bankrotterklärung

Menschen und Tiere leiden. Und das Ministerium fährt eine Informationskampagne mit Flyern. Da ist doch mehr drin: eine Selbstverpflichtung der Branche reicht nicht aus; das zeigen alle Beispiele aus anderen Bereichen. Der Staat muss die gesetzlichen Normen überwachen und durchsetzen. Und genau das ist nicht zu erkennen.

Weiterlesen

Rede · Flemming Meyer · 14.11.2019 Und ewig grüßt die Marschbahn

Wir haben alle Argumente und alle Fakten über Pendlerzahlen, Strafzahlungen und Verspätungen auf der Strecke der Marschbahn schon mindestens einmal gehört. Tausende Pendler sind darüber schon in Rente gegangen. So manches Schulkind, das sich die Füße in Klanxbüll festgefroren hatte, weil der Zug nicht kam, studiert mittlerweile. 

Weiterlesen