Pressemitteilung · 14.03.2001 PSSA Wattenmeer - Bevölkerung beteiligen

PARTICULARLY SENSITIVE SEA AREA - besonders empfindliches Meeresgebiet

Unter Leitung und Moderation des SSW-Landtagsabgeordneten, Lars Harms, haben der SSW-Kreisverband Nordfriesland und der Sydslesvigsk Oplysningsforbund einen Informationsabend zum Thema "PSSA-Wattenmeer" durchgeführt. Als Referent wurde Dr. Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF-Projektbüros Wattenmeer, eingeladen.
Dr. Rösner stellte das umfassende Konzept des World Wide Fund for Nature, WWF, zum "Schutz des Wattenmeeres vor Schiffsunfällen durch Einrichtung eines PSSA Wattenmeer" vor. Aufgrund der Einzigartigkeit und Sensibilität des gesamten Wattenmeeres ist es nach Auffassung des WWF durchaus möglich, dass dieses Seegebiet durch die Internationale Seeschifffahrts-Organisation, IMO, als PSSA ausgewiesen werden könnte.

"Bereits 1994 und 1997 diskutierte die trilaterale Wattenmeerkonferenz über die Möglichkeit der Ausweisung des Wattenmeeres und einer angrenzenden Zone als PSSA. Wie weit man in dieser Angelegenheit gekommen ist, wird die 9. trilaterale Wattenmeerkonferenz in diesem Jahr zeigen. Da jedoch nicht mehr viel Zeit bleibt, ist es uns wichtig, dass die Bevölkerung an der Westküste ausführlich informiert wird. Dies ist gerade die Aufgabe der Landesregierung. Es geht darum, weitergehende Verkehrslenkungsmaßnahmen und Ausrüstungsvorschriften einzuführen, um mehr Sicherheit für das Wattenmeer zu schaffen. Die inhaltliche Diskussion und positive Resonanz über ein PSSA-Wattenmeer, im Anschluss an den Vortrag, haben deutlich gemacht, dass das Thema durchaus auf fruchtbaren Marschenboden fällt. Es erscheint mir sinnvoll, dass in Nordfriesland ein einheitliches Sicherheitskonzept erarbeitet wird. Das bedeutet aber auch, dass sich die jeweils Verantwortlichen zusammensetzen müssen, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen," so der SSW-Abgeordnete.

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