Pressemitteilung · 06.08.2014 Rückkehr in den TV-L ist nachvollziehbar und richtig

Zur heutigen Demonstration in Kiel im Rahmen des UKSH-Tarifkonflikts erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms:

Flächentarife sind wichtig, da sie die Solidarität der Angestellten Arbeitsstellenübergreifend stärken. Dass sich der Aufsichtsrat des Universitätklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) für eine Rückkehr in den Flächentarifvertrag der Länder (TV-L) entschieden hat statt wie von ver.di gefordert für den im Bund und den Kommunen geltenden TVöD, ist nachvollziehbar und richtig. Schließlich ist nicht der Bund, sondern das Land Eigentümer des UKSH. 

Die Rückkehr in den TV-L bietet den Beschäftigten des UKSH bessere Bedingungen als der seinerzeit von ver.di selbst ausgehandelte Haustarifvertrag und erhöht auch ein Stück weit die Patientensicherheit. Denn durch die automatische Übernahme künftiger Tarifabschlüsse der Länder werden Streiks, die auch immer mit Gefahren für das Leib und Wohl der Patienten verbunden sind, künftig nicht mehr notwendig sein. 

Unser Ziel ist es, auch Tochterunternehmen wieder ins UKSH eingliedern zu können. Mit dem neuen Tariftreuegesetz haben wir als Küstenkoalition zudem dafür gesorgt, dass auch für Unternehmen, die im Auftrag des UKSH arbeiten, bei Neuausschreibungen künftig der Mindestlohn und die Tarifstruktur des Landes gilt.  

Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auch in diesen Unternehmen die Menschen von ihrer Arbeit leben können. 

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