Pressemitteilung · 04.04.2002 SSW besucht Windkraftunternehmen in Husum

Bei einem Besuch bei REpower Systems AG und Vestas Deutschland GmbH informierten sich die SSW-Abgeordneten Anke Spoorendonk und Lars Harms bei den Geschäftsleitungen über die aktuelle Situation der beiden Husumer Windkraftunternehmen. Dabei wurde deutlich, dass beide Unternehmen für den harten Wettbewerb der kommenden Jahre auf dem Sektor der Windenergie national und international gut gerüstet sind.

„Angesichts der guten wirtschaftlichen Aussichten und Potentiale, die im Offshore-Bereich liegen, ist es nicht verwunderlich, dass die Husumer Windkraftunternehmen ihre Blicke auf die Meere wenden. In den Gesprächen wurde jedoch deutlich, dass hierfür noch Steine aus dem Weg geräumt werden müssen. So gibt es in Schleswig-Holstein eine Höhenbegrenzung für Windkraftanlagen, die an manchen Standorten durchaus gerechtfertigt ist. Wenn wir aber die Windenergietechnik weiterentwickeln wollen, müssen an Land geeignete Testflächen gefunden werden, um Windkraftanlagen der neuen Generation testen zu können. Für die Firma Vestas hat man bereits ein geeignete Fläche gefunden, doch auch für andere Firmen gilt es Möglichkeiten zu schaffen, damit Testverfahren mit größeren Windkraftanlagen durchgeführt werden können," so die SSW-Abgeordnete Anke Spoorendonk.

„Die Windkraftunternehmen in Husum haben in den letzten Jahren maßgeblichen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung Nordfrieslands gehabt. Mittlerweile sind die Beschäftigtenzahlen im Bereich der Windenergie in Husum auf 1000 gestiegen und es darf durchaus hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt werden. Voraussetzung hierfür sind aber geeignete Rahmenbedingungen. Mit seinem Hafen und der Nordseeanbindung wird Husum auch in den nächsten Jahren für Windkraftunternehmen, die im Offshore-Bereich aktiv werden, interessant sein. Es muss daher geprüft werden, inwieweit der Husumer Hafen als Verschiffungs- und Versorgungshafen im Bereich der Offshore-Windenergie nutzbar ist. Die Planungen hierfür sind bereits angestoßen. Daher gilt es das Gutachten abzuwarten, um zu sehen inwieweit bauliche Maßnahmen am Hafen notwendig sein werden. Wir werden einen solchen Schritt auf jeden Fall positiv begleiten," so der energiepolitische Sprecher des SSW Lars Harms.

Abschließend wiesen die beiden SSW-Abgeordneten noch auf die nationale und internationale Bedeutung der Windtech-Messe in Husum hin. Die Windenergie und die Windtech gehören mittlerweile zu Husum wie die CeBIT zu Hannover. Daher ist es wichtig, dass die Rahmenbedingungen für eine Messe dieser Größenordnung stimmen. Das setzt aber voraus, dass entsprechende Kapazitäten für eine Messe in dieser Größenordnung vorgehalten werden. Eine weitere Messehalle ist aber aus Sicht der Abgeordneten nicht notwendig, denn das Raumproblem lässt sich durchaus rentabel mit flexiblen Leichtbauweisen für diesen Zeitraum lösen. Die Messe im letzten Jahr hat jedoch gezeigt, dass es gerade im infrastrukturellen Bereich Defizite gab. Diese dürfen so nicht wieder auftreten. Husum darf sich die Messe nicht aus der Hand nehmen lassen. An Parkplatzproblemen, schlechten Zuwegungen und ähnlichem darf eine solche Messe nicht scheitern. In bezug auf den Messestandort regten die beiden Abgeordneten ebenfalls eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Husum und dem Land an.

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