Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 30.06.2023 SSW fordert Modellvorhaben zu Drug-Checking in SH

Der SSW-Gesundheitspolitiker Christian Dirschauer hat die Landesregierung aufgefordert, ein Modellvorhaben für Drug-Checking in Schleswig-Holstein auf den Weg zu bringen.

Drug-Checking ist ein Angebot, bei dem Konsumenten in speziellen Beratungsstellen untersuchen lassen können, ob ihre Drogen gestreckt oder überdosiert sind. Kostenlos und anonym.
In Berlin und Thüringen wurde Drug-Checking bereits erfolgreich im Rahmen von Pilotprojekten erprobt. Jüngst hat der Bundestag rechtliche Rahmenbedingungen für Modellvorhaben in ganz Deutschland geschaffen. Deshalb sollte sich jetzt auch Schleswig-Holstein auf den Weg machen, fordert Christian Dirschauer, gesundheitspolitischer Sprecher der SSW-Fraktion im Kieler Landtag.
"Es wird Zeit, dass die schwarz-grüne Koalition ihre konservativen Scheuklappen abnimmt und endlich auf eine zeitgemäße Drogenpolitik setzt, die Leben rettet", so Dirschauer. Das Berliner Projekt habe gezeigt, dass Drug-Checking geeignet sei, Konsumenten vor besonders schädlichen Substanzen und überdosierten Produkten zu schützen.
"Drug-Checking kann Leben retten. Denn viele Drogen sind mit Mitteln gestreckt, die stark gesundheitsgefährdend sind. Und gerade bei chemischen Drogen wie Ecstasy treten immer wieder Dosisschwankungen und abweichende Zusammensetzungen auf, die lebensgefährdend sein können", sagt der Flensburger Gesundheitspolitiker.  
Zudem würden neben der Drogenanalyse auch Beratungen vermittelt. Für viele Konsumenten sei das Drug-Checking daher zugleich ein niedrigschwelliges Angebot der Suchtberatung, so Dirschauer. Er appelliere daher an die Landesregierung, ihre ablehnende Haltung gegenüber Drug-Checking abzulegen und ein Modellprojekt auf den Weg zu bringen.
"Der passende SSW-Antrag dazu liegt vor. Nun müssen CDU und Grüne sich nur noch selbst einen Ruck geben".

Hinweis an die Presse: Der SSW-Antrag zum Drug-Checking ist unter der Drucksachennummer 20/1195 im Informationssystem des Landtags aufrufbar.

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