Pressemitteilung · 13.05.2008 SSW-Initiative: Landesregierung soll für Notarzt in Kappeln sorgen

Der SSW fordert die Landesregierung auf, für die Stationierung eines Notarztes in Kappeln zu sorgen. „Wir können nicht damit leben, dass die Menschen in Teilen des Kreises Schleswig-Flensburg über eine halbe Stunde auf einen Notarzt warten müssen. Die Landesregierung muss schnell eine entsprechende rechtliche Regelung schaffen, bevor dieser Missstand Menschenleben kostet“, fordert die Vorsitzende der SSW-Landtagsgruppe Anke Spoorendonk. Sie hat heute einen entsprechenden Antrag eingebracht, der noch im Mai vom Landtag beschlossen werden soll.

„Seit Januar 2007 ist die rechtzeitige notärztliche Versorgung in Kreis Schleswig-Flensburg nicht mehr gewährleistet. Seitdem sind die niedergelassenen Ärzte nicht mehr an der Notfallversorgung beteiligt und die medizinische Notfallhilfe muss aus Flensburg, Schleswig oder Eckernförde kommen. Ein entsprechendes Gutachten für den Kreis Schleswig-Flensburg aus dem Mai 2008 zeigt einen großen weißen Fleck zwischen Quern, Satrup, Süderbrarup und Gelting, in dem der Notarzt erst nach 20 Minuten oder länger eintreffen kann. Das ist annähernd die Hälfte des Kreisgebietes. Dieser Zustand ist vollkommen unhaltbar.

Da die Krankenkassen sich nicht verpflichtet fühlen, die Bereitstellung eines Notarztes und eines Notarzteinsatzfahrzeugs in Angeln zu bezahlen, muss die Landesregierung für eine entsprechende rechtliche Regelung sorgen. Die Kassen müssen umgehend verpflichtet werden, die Einrichtung eines Notarztstandortes mit dem entsprechenden Einsatzfahrzeug an der Margarethen-Klinik in Kappeln zu finanzieren“, fordert die SSW-Abgeordnete Spoorendonk.


Den vollständigen Antrag des SSW finden sie auf der Homepage www.ssw.de unter Presseservice/Download/Textservice



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