Pressemitteilung · 26.08.2021 Wohnungsnot: SSW-Spitzenkandidat will mehr bezahlbaren Wohnraum für Schleswig-Holstein in Berlin auf die Tagesordnung setzen

Die Wohnungsnot betrifft längst nicht mehr nur größere Städte, sondern ist auch im ländlichen Raum ein massives Problem. Dies stellte der Spitzenkandidat des SSW zur Bundestagswahl, Stefan Seidler, am Mittwoch Abend in Gesprächen mit dem Selbsthilfebauverein Flensburg fest.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des SBV Flensburg, Jürgen Möller und Michael Ebsen, Vorstandsmitglied des SBV Flensburg, besprach Spitzenkandidat Seidler die Probleme des Wohnungsmarktes in Flensburg und Schleswig-Holstein. Dabei wurde deutlich, dass die Nachfrage nach kleinen Wohnungen und Touristenunterkünften und die stetig steigenden Baupreise zu einem massiven Anstieg der Wohn- und Mietkosten führen, der es für Bürgerinnen und Bürgerinnen immer schwerer macht, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Dazu sagte Stefan Seidler:

„Die Wohnungsnot begrenzt sich nicht nur auf größere Städte wie Flensburg, sondern betrifft auch immer mehr den ländlichen Raum. Dies ist sehr deutlich geworden auf meiner Sommertour durch Schleswig-Holstein, wo mir zum Beispiel Arbeitgeber, die an der Schlei zu Hause sind, davon berichtet haben, wie schwer bis unmöglich es mittlerweile ist, bezahlbaren Wohnraum für ihre MitarbeiterInnen zu finden. Wir haben es mit einer nahezu flächendeckenden Wohnungsnot zu tun, die dazu führt, dass die Preise für Einfamilienhäuser und die Mieten für Wohnungen auch in Schleswig-Holstein immer weiter ansteigen. Dagegen muss der Gesetzgeber in Berlin dringend vorgehen.“

Das Konzept des SSW für bezahlbaren Wohnraum sieht u. a. vor, dass

  • der Bund mehr Investitionen für öffentlichen Wohnraum zur Verfügung stellen muss.
  • der Bund die Förderung von Genossenschaftsmodellen zum Beispiel durch Steuerbegünstigungen erleichtert.
  • der Bund die Gründung von kommunalen Wohnungsgesellschaften fördert.
  • der Bund eine Spekulations-Strafgebühr bei Leerstand von Gewerbeimmobilien über einen längeren Zeitraum einführt
  • eine Wohngeldreform kommen muss, die es Menschen mit geringem Einkommen ermöglicht, einen zeitgemäßen Wohnstandard zu erhalten

„Wir setzen uns für eine Entwicklung von Wohnraum nach skandinavischem Vorbild ein“, so Seidler. Dies bedeute, neue Förderprogramme des Bundes zu schaffen, die Kommunen Anreize geben, Wohnungsrenovierungen und -Neubauten ganzheitlich, energieeffizient und generationsgerecht zu planen.“

Bild zum Download

Von links: Michael Ebsen, Vorstandsmitglied SBV, Stefan Siedler, Bundestagswahl-Spitzenkandidat des SSW  und Jürgen Möller, Vorsitzender des SBV

Weitere Artikel

Pressemitteilung · 11.06.2026 Schilderungen des Marburger Bundes sind ein Weckruf

Zu den heute vorgestellten Ergebnissen einer Mitgliederbefragung des Marburger Bundes erklärt der Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher der SSW-Fraktion im Landtag, Christian Dirschauer:

Weiterlesen

Pressemitteilung · Dr. Michael Schunck · 11.06.2026 Steinriffe sind Küstenschutz und Booster für Biodiversität zugleich

Einst wurden massenhaft Steine aus Riffen in der Ostsee entfernt, um daraus Molen und Häfen zu bauen, heute weiß man: Solche Steinriffe haben eine wichtige ökologische Funktion und sind zugleich wichtiger Küstenschutz. Die SSW-Landtagsfraktion fordert deshalb die Wiederanlage solcher Steinriffe.

Weiterlesen

Pressemitteilung · Christian Dirschauer · 10.06.2026 Wer heute Praxen belastet, riskiert morgen Versorgungslücken

Zum heutigen Protesttag der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte gegen das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer:

Weiterlesen